Oje, welch ein Bandname! Faked I.D., da denkt man schnell an Fake und vermutet
üblen Abklatsch und schlecht nachgespielte Cover. Doch der Name führt in die Irre.
Irgendwo im Niemandsland zwischen Pearl Jam und Hardcore angesiedelt, spielen
Faked I.D. durchweg eigene Originale.
Zuallererst wird einem Leadsänger Axel auffallen. Er kann sich die Seele aus dem
Leib schreien, Balladen kratzen, Hymnen schmettern, er kann wunderschön nuscheln,
als stecke eine heisse Kartoffel in seinem Mund. Zu loben ist ferner der Sound, ein
Gemisch aus Hardcore, Grunge und Rock. Er brodelt und sprudelt mit Macht oder prickelt
vor lauter Spannung. Hie stürmt ein wilder Rhytmus und donnern Gitarrengewitter und
Bassdrumsalven, dort strömen getragene Cellomelodien, fliessen Akustikbasslinien und
weht erhabener Hall.
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