Arbeitsprogramm

Unabhängiger Studierendenausschuss (UStA) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Sommersemester 2013

Der Unabhängige Studierendenausschuss (UStA) erfüllt seine Aufgaben auf Grundlage der Satzung der Studierendenschaft und entsprechend den Entscheidungen ihrer beschließenden Gremien. Er vermittelt seine Arbeit der Öffentlichkeit und insbesondere der Studierendenschaft. Er arbeitet eng mit allen Gremien des Unabhängigen Modells zusammen und setzt sich für einen verstärkten Austausch zwischen ihnen ein. Im Zentrum seiner Arbeit stehen:

  • Die Umsetzung der Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft (VS) am KIT.
  • Die Stärkung der Studierendenschaft durch Ausbau der Zusammenarbeit der Gremien.
  • Beratung und Information der Mitglieder der Studierendenschaft.
  • Die Vertretung der studentischen Interessen gegenüber allen relevanten Gremien, insbesondere der Hochschule, und in der Öffentlichkeit.
  • Die Unterstützung der politischen Willensbildung der Mitglieder der Studierendenschaft.
  • Das Schaffen von Anreizen für mehr Mitarbeit

Umsetzung der Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft

Der Prozess der Wiedereinführung der VS wird aktiv vom UStA unterstützt. Andere Studierendenschaften werden bei der Wiedereinführung der VS mit Know-How unterstützt.

Stärkung der Studierendenschaft

Der UStA setzt sich für eine stärkere Zusammenarbeit der Gremien des Unabhängigen Modells ein. Er wirbt für mehr Engagement in der Studierendenschaft und schafft Möglichkeiten zur Mitarbeit in verschiedenstem Umfang. Zu diesem Zweck wird die „engagier dich Kampagne“ unterstützt.

Beratung und Information

Der UStA ist Ansprechpartner für die Mitglieder der Studierendenschaft in allen Bereichen des studentischen Lebens. Er bietet regelmäßige Sprechstunden zu verschiedenen Themengebieten, insbesondere Sozial-, Rechts- und Antidiskriminierungsberatung an und stellt ausführliches Informationsmaterial bereit. Auf aktuelle Änderungen weist er in geeigneter Weise hin. Darüber hinaus verweist er auf bestehende Angebote im Universitätsumfeld, insbesondere die der autonomen Referate (Frauenreferat und  Ausländerinnen- und Ausländerreferat) und des Studierenden Service Vereins. Alle Referenten bieten wöchentlich mindestens eine persönliche Sprechstunde an.

Inneres

Ziel des UStA ist es, Informationen aus den verschiedensten Quellen am und im Umfeld des KIT einzuholen und in die Studierendenschaft, insbesondere die Hochschulgruppen, zu tragen. Als Ansprechpartner der Fachschaften arbeitet er eng mit der Fachschaftenkonferenz (FSK) zusammen. Hochschulgruppen werden unterstützt. Zu allen relevanten Partnerinnen am KIT und in Karlsruhe wird Kontakt gehalten, dies sind insbesondere die KIT-Verwaltung, das KIT-Präsidium, die Senatoren, das Studentenwerk, das House of Competence, der Personalrat sowie die Gremien und Dienstleistungseinheiten des KIT. Darüber hinaus koordiniert der UStA die Arbeit der studentischen Vertreterinnen in diesen Gremien.

In den Prozess der Weiterentwicklung des KIT bringt sich der UStA gemeinsam mit dem Studierendenparlament und dessen Vertretern in den entsprechenden Kommissionen intensiv ein.

Der UStA setzt sich für die Verbesserung der Studierbarkeit aller Studiengänge ein. Gemeinsam mit den Fachschaften werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Prüfungsordnungen, Studienpläne und Zulassungsordnungen gesucht. Der Schwerpunkt wird dabei auf ein selbstbestimmtes, allgemeinbildendes und flexibles Studium gelegt. Der UStA begleitet auch die Studien- und Arbeitsbedingungen von Promovierenden. Es wird versucht in Kooperation mit dem HoC einen Kurs zum politischen Engagement an der Uni einzuführen.

Soziales

Der UStA sieht es als seine Aufgabe, die Studierenden in sozialen Belangen umfangreich zu unterstützen und zu beraten. Es ist wichtig vorhandene Strukturen zu pflegen und wenn möglich auszubauen. Dabei wird eng mit den Vertretern des Studentenwerks und des KIT zusammengearbeitet. Weiter setzt sich der UStA für einen Ausbau von Programmen zur Studienfinanzierung, die auf sozialen Kriterien beruhen.

Als direkter Ansprechpartner der Studierenden für soziale Fragen fungiert das Sozialreferat. Deshalb wird dreimal die Woche eine Sozialberatung angeboten. Während der vorlesungsfreien Zeit kann hiervon abgewichen werden, jedoch wird mindestens einmal pro Woche eine Sozialberatung angeboten. Bei der Frage der Finanzierung des Studiums versuchen sie entsprechend zu helfen. Dabei  können sie über verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung informieren und in besonderen Notlagen Freitische vergeben. Eine Zusammenarbeit mit dem AStA aus Pforzheim bzgl. der Freitische und die Erstellung einer gemeinsamen Verwaltungssoftware wird angestrebt. Das SozialInfo wird aktuell gehalten.

Die Situation Studierender mit Kind muss weiter verbessert werden. Der UStA fordert das Präsidium dazu auf, den Ausbau der Kinderbetreuung aktiv zu unterstützen. Unter anderem wird hierbei der Ausbau und die Sanierung der Kinderkiste gefordert.

Die Wohnungsnot in Karlsruhe ist eines der Schwerpunktthemen des Sozialreferats. Um die unzureichende studentische Wohnsituation in Karlsruhe zu verbessern, arbeitet der UStA neben dem Studentenwerk auch eng mit weiteren Trägern von Studentenwohnheimen und der Stadt Karlsruhe zusammen. Insbesondere muss das Angebot an Wohnheimsplätzen vergrößert werden. Es werden Studierende und Studienanfänger bei der Wohnungssuche unterstützt.

Die bestehenden intensiven Kontakte zu anderen sozialen Einrichtungen und Arbeitskreisen werden gepflegt. Das Sozialreferat nimmt daher regelmäßig an den Treffen des Solidaritätsfonds teil. Gleiches gilt für die Treffen des AK Stadtzugang und des Treffpunktes Barrierefrei. Hierbei bringt das Sozialreferat sich aktiv ein und bemüht sich gemeinsame Ideen umzusetzen. Das Sozialreferat ist auch Ansprechpartner für Studierende mit Behinderung und chronischen Krankheiten. In diesem Bereich wird eng mit dem Behindertenbeauftragen des Studentenwerks und des KIT zusammengearbeitet. Das gemeinsame Projekt »Campus-Tour«, eine Initiative, die durch Begehung der verschiedenen Einrichtungen zusammen mit behinderten Studierenden die Barrierefreiheit auf dem Campus verbessern möchte, wird weitergeführt.

Die psychische Belastung von Studierenden soll stärker thematisiert werden. Hierfür sollen weiter Informationen gesammelt, auf Missstände aufmerksam gemacht und Vorschläge zur Lösung erarbeitet werden. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit der psychotherapeutischen Beratungsstelle (PBS) und dem Service-Zentrum für Information und Beratung (zib) angestrebt.

Äußeres

Der UStA vernetzt sich bundesweit und international mit anderen Studierendenschaften, insbesondere über den Freien Zusammenschluss der StudentInnenschaften (fzs). Nach Abschluss seiner Amtszeit legt er einen Bericht über die Arbeit und Arbeitsweise des fzs während seiner Amtszeit vor. Insbesondere im Hinblick auf die Wiedereinführung der Verfassten  Studierendenschaft arbeitet er eng mit den anderen Studierendenschaften in der Landes-ASten-Konferenz (LAK) und den Karlsruher ASten (KA-ASten) zusammen. Die Politik der Landesregierung und die Umsetzung des Koalitionsvertrags wird begleitet und der Kontakt gesucht. Auch die Politik des Bundes und der EU wird der UStA kritisch begleiten und konstruktiv unterstützen. Neben der Verfassten Studierendenschaft soll vor allem auch die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen und Unzulänglichkeiten in der Gesetzgebung angesprochen werden.

Ökologie

Der UStA setzt sich zum Ziel, das ökologische Denken und Handeln auf dem Campus zu stärken und studentische Vereinigungen, die sich für eine ökologischere Hochschule einsetzen, zu unterstützen.

Die Einbindung aller Hochschulgruppen, die sich im ökologischen Bereich einsetzen, soll gestärkt werden und ein sich regelmäßig treffender Runder Tisch zur besseren Vernetzung dieser und des Ökoreferats soll eingerichtet werden.

Die Ökopapierinitiative soll fortgeführt und die Klimatisierung der Hörsäle weiterhin überprüft werden. Weiterhin soll erreicht werden, dass in der Mensa täglich mindestens ein veganes Gericht  angeboten wird. Die Mülltrennung auf dem Campus soll kontrolliert,verbessert und vereinheitlicht werden. Die Situation für Radfahrer und Fußgänger auf dem Campus soll verbessert werden. Außerdem wird das Ökoreferat sich über die Stromversorgung des KIT informieren und sich für eine Ökostromversorgung des KIT einsetzen. 

Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Der UStA ist der studentische Ansprechpartner für die Medien. Über Pressemitteilungen werden Beschlüsse, Positionen und Stellungnahmen an die Öffentlichkeit getragen.

Zur Information der Studierenden wird der Newsletter mindestens einmal pro Monat veröffentlicht. Über die Arbeit des Studierendenparlaments und der Arbeitskreise wird berichtet. Das UMag als wichtige Publikation der Studierendenschaft soll sich nicht nur mit der Hochschulpolitik beschäftigen, sondern um mehr Themen des studentischen Lebens erweitert werden, um ein breiteres Publikum anzusprechen. Dazu werden verstärkt Autoren außerhalb des UStA gesucht und die Redaktion für interessierte Studierende geöffnet. Die Veröffentlichung einer neuen Ausgabe des KalendUStA zu Beginn des Wintersemesters wird vorbereitet.

Kultur

Der UStA veranstaltet das Unifest und unterstützt das Festkomitee bei dessen Organisation. Außerdem unterstützt er die Arbeit weiterer studentischer Kulturgruppen. Er pflegt ein konstruktives Verhältnis zu den kulturellen Einrichtungen der Stadt, setzt sich dort für studentische Belange ein und strebt eine stärkere Vernetzung zwischen studentischer Kultur in der Stadt und auf dem Campus an. In Gesprächen mit dem Studentischen Kulturzentrum (SKUSS) und der Stadt Karlsruhe soll erreicht werden, dass für studentische Kulturgruppen mehr Mittel zur Verfügung stehen.

Gleichstellung

Das Gleichstellungsreferat unterstützt Personen, welche Diskriminierung erfahren haben und ergreift Maßnahmen, um solche Benachteiligungen zu verhindern. Zu diesem Zweck arbeitet der UStA mit dem Frauenreferat und dem Ausländerinnen- und Ausländerreferat sowie den Gleichstellungsbeauftragten des KIT zusammen.

Das Gleichstellungsreferat bietet eine regelmäßige Sprechstunde an, insbesondere für Studierende, die persönlich Benachteiligung erfahren haben. Außerdem setzt es sich intensiv für einen Ausbau der Kinderbetreuung ein. Dies beinhaltet vor allem den Ausbau der Kinderkiste. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Inklusion von Menschen mit Behinderung sowie chronischer Erkrankung.