Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks wurde am Dienstag, dem 17.11. auch in Karlsruhe demonstriert, wobei die Grüne Hochschulgruppe Karlsruhe (GHG) stimmkräftige und sichtbare Unterstützung lieferte. Seitdem wird die Besetzung der beiden Hörsäle durch die GHG im Plenum und in den Arbeitsgruppen mit vollem Einsatz unterstützt. So stellt sich die GHG aktiv hinter die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft.
In Bezug auf die ablehnende Meinung des RCDS zu dem Thema erwidert Yannick Oster: "Wie kann der RCDS eine Stärkung der studentischen Mitbestimmung des KIT fordern, wenn er gleichzeitig die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft ablehnt? Vielleicht sollte man sich dort Gedanken über die Kompatibilität solcher Äußerungen machen, bevor man diese in der Öffentlichkeit propagiert."
Nach den Solidaritätserklärungen verschiedener Fachschaften und des UStAs sieht die GHG außerdem die Behauptung des RCDS widerlegt, dass ein Großteil der Studierenden nicht hinter dem Protest stünde. Ein weiteres Mitglied ergänzt: "Veränderungen getreu der Devise "doing by talking" herbei führen zu wollen ist leider zu oft der Fall in der politischen Hochschullandschaft der Uni KA. Eine Verbesserung des Bachelor/Master Systems wollen derzeit alle. Eine Forderung die sich in viele andere Forderungen einreiht aber als bloße Forderung keinesfalls die Dringlichkeit des Problems unterstreicht. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Aussprechen einfacher Forderungen und dem Setzen von Zeichen mit Öffentlichkeitswirkung, um für Verbesserungen zu werben und aktiv an der Situation zu arbeiten. Man kann sich nicht nur über die Aktionen der anderen definieren, ohne selbst etwas zu tun."
Anselm Laube erläutert eine weitere wesentliche Forderung der GHG: "Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst muss Beschlüsse des KIT-Senats und fortbestehende Beschlüsse des Senats der Universität Karlsruhe umsetzen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass dort Vereinbarungen, die zwischen Professoren, Mitarbeitern und Studierenden getroffen wurden, wieder gekippt werden." Die Grundordnung, die derzeit für das KIT ausgearbeitet wird, darf nicht wieder Spielball poltischen Populismus werden, sondern muss von Aufsichtsrat und Ministerium ohne Einschnitte akzeptiert werden.
www.ka-news.de/region/karlsruhe/RCDS-Hoersaalbesetzung-ist-Aktionismus;art6066,305398
www.ka-news.de/region/karlsruhe/Studentenproteste-Solidaritaet-fuer-die-Besetzer;art6066,306650
21.11.2009 15:25
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