Wahlen zum Studierendenparlament Januar 2013

Wir sind die grün-alternative Hochschulgruppe (GAHG). Als solche engagieren wir uns sowohl innerhalb der Studierendenvertretung, als auch außerhalb in verschiedenen Projekten, für eine umweltgerechte, demokratische und studierendenfreundliche Hochschule. Auch weiterhin wollen wir im Studierendenparlament stärkste Fraktion bleiben und grün-alternative Akzente setzen.

 

 

Umweltgerechte Hochschule

Ökologischere Mensa

Da vegane Gerichte, im Vergleich zu Gerichten, die tierische Produkte enthalten, in der Regel ressourcenschonender produziert werden, fordern wir, dass in der Mensa täglich ein vollwertiges veganes Gericht angeboten wird.  Des Weiteren wird auf diese Weise auch für die steigende Anzahl an vegan lebenden Studierenden eine Möglichkeit geschaffen in der Mensa zu essen.

Grundsätzlich fordern wir eine Steigerung des Anteils an regional, saisonal und ökologisch produzierten Zutaten der in der Mensa angebotenen Gerichte.

 

Umweltgerechte Maßnahmen am KIT

Das KIT sollte auf 100% Ökostrom umstellen. Außerdem wird der Stromverbrauch des KIT bisher institutsübergreifend abgerechnet -- somit fehlt den Instituten jeglicher Anreiz Strom zu sparen. Deshalb fordern wir eine institutsweise Abrechnung des Stromverbrauchs. Die Temperatur der Hörsäle muss sinnvoller an die Außentemperatur angepasst werden. So werden die Umwelt und die Studierenden geschont. 

Bei der Herstellung von Recyclingpapier werden im Vergleich zur konventionellen Papierherstellung Wälder geschont und 70% weniger Wasser und Energie verbraucht. Wir begrüßen den Beschluss des Senats auf Recyclingpapier zu setzen, fordern aber den universitätsweiten Einsatz in allen Bereichen. 

In allen institutionellen Räumlichkeiten muss es die Möglichkeit der Mülltrennung geben. Die im Moment defizitäre Ausstattung mit Recyclingbehältern für verschiedene Abfallsorten muss in allen (genannten) Räumen angepasst werden. 

Computer sollen bei einem Leerlauf von 15 Minuten - sofern sie nicht dabei für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden - zwangsheruntergefahren werden. Auch die Abwärme in Wärmeballungsräumen (vor allem EDV-Anlagen/Serverräumen) sollte für eine effiziente Energieverwendung wieder für die Erzeugung von Kälte und oder Strom verwendet werden. 

In allen Internertbrowsern soll eine CO2-neutrale Suchmaschine als Standard eingerichtet werden.

 

Verkehr auf dem Campus

Das am Campus mit Abstand am meisten genutzte Verkehrsmittel ist das Fahrrad. Um dieser speziellen Verkehrssituation gerecht zu werden und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu erhöhen, fordert die GAHG die Straßen des Campus in Fahrradstraßen umzuwandeln. 

Wie es insbesondere vor der Bibliothek zu beobachten ist, gibt es nicht genügend Abstellplätze für Fahrräder. Es müssen zusätzliche Fahrradstellplätze geschaffen werden.

 

Energieforschung 

Trotz Atomausstieg liegt am KIT weiterhin ein Fokus der Energieforschung auf der Kernkraft. Um schnellstmöglich eine ökologische, demokratische und dezentrale Energieversorgung zu ermöglichen, müssen am KIT andere Schwerpunkte in der Energieforschung gesetzt werden. 

 

 

Demokratische Hochschule

Die  GAHG tritt für das Leitbild der demokratischen Hochschule ein. Die demokratische Hochschule muss alle ihre Mitglieder gleichberechtigt in alle Entscheidungsprozesse einbeziehen.

 

Handlungsfähige studentische Selbstverwandlung

Wir befürworten die Wiedereinführung der Verfassten Studierendenschaft (VS) mit politischem Mandat, Satzungsautonomie, Finanzautonomie und obligatorischer Mitgliedschaft. Die VS soll am KIT wie geplant zügig umgesetzt werden. 

Zur Finanzierung der vielfältigen Aufgaben der Studierendenvertretung unterstützen wir einen Semesterbetrag, der 10 € pro Semester nicht übersteigen soll. Wir setzen uns für solide Finanzen ein.

 

Senat

Der Senat soll wieder das wichtigste Entscheidungsgremium des KIT werden. Dazu müssen diesem wieder etliche Entscheidungsbefugnisse übertragen werden, die derzeit noch dem Aufsichtsrat zustehen: 

  • Wahl des hauptamtlichen Vorstandes 

  • Beschluss über den Struktur- und Entwicklungsplan 

  • Beschluss über den Wirtschafts- und Finanzplan 

  • Beschluss über Funktionsbeschreibungen für Professuren 

Wir fordern zudem, dass eine Stärkung des Senats mit einer Veränderung der Zusammensetzung des Senats einhergeht. Mit fast 24.000 KIT-Angehörigen sind die Studierenden mit nur 3 von 53 Senator/innen extrem unterrepräsentiert. Langfristig fordern wir eine viertelparitätische Besetzung des Senats, sodass MitarbeiterInnen aus Technik und Verwaltung, Studierende, wissenschaftliche MitarbeiterInnen und ProfessorInnen gleichberechtigt vertreten sind. 

Das Geschlechterverhältnis im Senat soll dem am gesamten KIT entsprechen.

Aktuell sitzt der Vorstand des KITs zugleich dem Senat vor. Um eine wirkungsvolle Kontrolle des Vorstands zu gewährleisten, fordern wir, dass sich der Senat selbst eineN PräsidentIn aus seiner Mitte wählt.

 

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat muss im Gegenzug wieder zu einem Hochschulbeirat umgewandelt werden., dessen Aufgaben sich auf Beratungs- und Kontrollaufgaben beschränken. 

Der Hochschulbeirat soll eine deutlich bessere Abbildung der Gesellschaft gewährleisten, indem diesem nicht nur Wirtschafts- und Wissenschaftsvertreter/innen angehören. Um eine größtmögliche Transparenz zu ermöglichen, müssen die Sitzungen öffentlich sein.

 

Bankenwechsel

Die Gelder der Studierendenschaft sollen an einer Bank mit strengen ethischen und sozialen Kriterien angelegt werden. Der Prozess der VS-Einführung bietet dazu eine günstige Gelegenheit.

 

Transparenz bei Bauprojekten

Um den Studierenden mehr Transparenz bei Bauprojekten auf dem Campus zu ermöglichen, fordern wir das Kennzeichnen mit Informationbeschilderung von Baustellen mit dem Ziel des Bauvorhabens.

 

Zivilklausel

Eine Zivilklausel, also die Verpflichtung zu ausschließlich ziviler Forschung, muss verbindlich für Campus Nord und Süd des KIT gelten. Sie muss KIT-weit eingeführt und konsequent durchgesetzt werden. Die Einhaltung kann durch Transparenz und ein demokratisch gewähltes Kontrollgremium gewährleistet werden.

 

Open Data 

Schon über 200 Hochschulen weltweit stellen ihre Vorlesungsunterlagen im Internet ohne Zugangsbeschränkung im Zuge des OpenCourseWare-Programmes zur Verfügung - darunter auch so renommierte Universitäten wir das MIT oder Yale. Auch das KIT sollte hierbei mitmachen und als ersten Schritt alle Vorlesungsunterlagen im Uni-Netz veröffentlichen. In einem zweiten Schritt sollte sich das KIT darum bemühen bei OpenCourseWare beizutreten. 

Bei studentischen Arbeiten sollte noch stärker als bisher schon gefördert werden, dass diese unter Creative Commons oder einer vergleichbaren Lizenz veröffentlicht werden. Auch bei sonstigen Forschungsergebnissen im KIT sollte weiterhin darauf geachtet werden OpenAccess zu fördern. 

 

Open Access 

Auf allen öffentlichen Universitätscomputer muss es die Möglichkeit geben ein einheitliches Linuxderivat zu booten. Weiterhin sollen alle veröffentlichen Unterlagen der Universität mit freier Software verwendbar sein.

 

Datenschutz 

Alle von der Universität und dem Studentenwerk erhobenen Daten über Studierende sind zu veröffentlichen. Die KIT-Card/FriCard fallen ausdrücklich ebenfalls unter diese Forderung. Die Videoüberwachung auf dem Campus muss ab sofort eingestellt werden. 

 

 

Studierendenfreundliche Hochschule

Ausrichtung der Lehre

Die GAHG Karlsruhe will sich dafür einsetzen, dass – sowohl im Rahmen der Regelstudiengänge als auch außerhalb dieser – mehr Veranstaltungen mit Schwerpunkten in ökologischen, sozialen und ethischen Themengebieten angeboten werden. Denn gerade in einer naturwissenschaftlich-technisch spezialisierten Universität ist es von großer Bedeutung, dass neben den rein fachlichen Lehrinhalten, die Aspekte, die sich mit der Auswirkung von Forschung und wirtschaftlichem Handeln auf die Gesellschaft und die Umwelt beschäftigen, nicht zu kurz kommen. 

Eine Einrichtung die den Beinamen Universität führt darf sich nicht ausschließlich auf den technisch-naturwissenschaftlichen Bereich fixieren. Starke und eigenständige geistes- und sozialwissenschaftliche Fachbereiche sind notwendig um einen gleichberechtigten Austausch zu ermöglichen und eine Degradierung zu Hilfswissenschaften der Technik zu verhindern.

Wir sehen das so genannte MINT-Kolleg Baden-Württemberg skeptisch. Insbesondere die ungenügende Auslastung erfordert in unseren Augen eine kritische Evaluation des MINT-Kollegs. Wir sprechen uns darüber hinaus entschieden dagegen aus, dass die mathematischen Vorkurse in Zukunft kostenpflichtig über das MINT-Kolleg angeboten werden.

 

Soziales

Wir begrüßen die Abschaffung der Studiengebühren. Die Verteilung der Kompensationsmittel des Landes muss im Einvernehmen mit den Studierenden erfolgen. 

Des Weiteren lehnen wir das sogenannte Deutschlandstipendium sowie insbesondere dessen Ausgestaltung am KIT ab.

Außerdem fordern wir eine Verbesserung der Situation von Studierenden mit Kind. Vor allem müssen die Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausgebaut werden.

Für Studierenden mit Bewegungseinschränkung muss die Möglichkeit geschaffen werden alle Orte des Campus zu erreichen.

 

Lernbedingungen

Aufgrund immer weiter steigenden Studierendenzahlen fordern wir den weiteren Ausbau der KIT-Bibliothek im Hinblick auf Lernplätze. Es sollten auch zu Stoßzeiten genügend Plätze für alle vorhanden sein. Ein Fokus beim Ausbau soll auf Lernräumen für mehrer Studierende liegen.

Die Mensa steht außerhalb ihrer Öffnungszeiten leer. Wir fordern deshalb diesen Platz für Studierende als Lernplätze zugänglich zu machen.

Durchgehender Internetzugang auf dem gesamten Campusgebiet ist in der heutigen Zeit unentbehrlich. Das derzeitige WLAN ist zwar schon relativ gut ausgebaut, aber wir fordern die Abdeckung des kompletten Campusgeländes. Dazu gehören insebondere alle Hörsäle und auch die Mensa.

Die GAHG fordert, dass bei allen Lehrveranstaltungen den Studierenden online ein Skript zur Verfügung gestellt wird und dass Vorlesungen aufgezeichnet werden und ebenfalls online für die Studierenden verfügbar sind.

 

Rahmenbedingungen

Die KIT-Card ist ein ausgesprochen gut umgesetzes Identifizierungs- und Bezahlsystem. Um den Studierenden mehr Lernmöglichkeiten zu geben, fordern wir die KIT-Card für alle Studierenden für alle Gebäude für alle Tageszeiten freizuschalten. 

Damit die Studierenden keine längerfristigen Schäden durch das Tragen der den vielen und sehr schweren Lernmaterial erhalten, bieten sich Schließfächer an. Wir fordern die Einrichtung von zentralen Dauerschließfächer für Studierende.

Die campusweit aufgestellten Getränkeautomate bieten den Studierenden nicht genügend Möglichkeiten gesunde Getränke zu kaufen. Die GAHG fordert deshalb das teilweise Ersetzen der Softdrinks durch gesunde Vitamingetränke.

 

 

Unsere KandidatInnen

Patricia Mayer, Michael Schiffner

 Treffen

Wir treffen uns jeden Montag um 19:15 Uhr im Z10 im 2. Stock im Salon. Wenn du Interesse daran hast, mit motivierten Menschen interessante Ideen an der Uni umzusetzen, dann schaue doch mal bei uns vorbei!

In der vorlesungsfreien Zeit, wenn das Z10 geschlossen hat, könnt ihr gerne im 2. OG klingeln.

Gerne verlegen wir den Treffpunkt zum Zwecke der Barrierefreiheit. Schreib uns einfach eine Mail an info@gahg-karlsruhe.de!

 GAHG auf Facebook

Du findest uns auch auf Facebook unter:
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 Quappe

Quappe_SoSe2017_Online.pdf

Sommer 2017

 Termine
  • Montag, 23.10.2017 19:15 Uhr: Einsteiger*innensitzung im Salon (2. OG) des Z10.
  • Montag, 30.10.2017 19:15 Uhr: Sitzung im Salon (2. OG) des Z10.
  • Montag, 06.11.2017 19:15 Uhr: Einsteiger*innensitzung im Salon (2. OG) des Z10.
  • Montag, 13.11.2017 19:15 Uhr: Sitzung im Salon (2. OG) des Z10.
  • Montag, 20.11.2017 19:15 Uhr: Sitzung im Salon (2. OG) des Z10.
  • Donnerstag, 23.11.2017 ab 20 Uhr: "Smash-the-Trash"-Schlonz im AKK.