Projektende: Sommer 2011

Der Begriff "Nachhaltigkeit" wird in letzter Zeit immer häufiger für
selbst erstellte Konzepte verwendet und der inflationäre Gebrauch lässt
diesen Begriff an Glaubwürdigkeit verlieren.

Wir definieren Nachhaltigkeit an allgemein gültigen Kriterien, die in
der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs liegen. Nachhaltigkeit
bedeutet für uns vor allem Generationengerechtigkeit. Der Mensch darf
sich nicht frei aller Ressourcen bedienen, die der Planet zu bieten hat
sondern hat darauf zu achten, dass diese Ressourcen nachfolgenden
Generationen in gleichem Maße zur Verfügung stehen und ein Mangel nicht
ihre Entwicklung einschränkt. Das bedeutet, wir dürfen nur soviel
verbrauchen, wie auf natürlichem Wege in der Natur "nachwachsen" kann.

Um einer idealisierten nachhaltigen Hochschule möglichst nahe zu
kommen, möchten wir auf drei Ebenen konkrete Änderungen herbei führen.
Zunächst soll sich der "ökologische Fußabdruck" der Universität durch
die Einführung eines transparenten Umweltmanagmentsystems verkleinern.
Wir möchten weiterhin den Gedanken der Nachhaltigkeit in Lehre und
Forschung integrieren
, um zukünftigen Innovatoren die nötige Weitsicht
für ihre Entwicklungen mitzugeben. Nur wenn jeder einzelne
Nachhaltigkeit begreift, können sich auch unsere Kinder in einer
stabilen Wirtschaft unter gleichen Bedingungen frei entwickeln.

Das Projekt ist langfristig angelegt und Engagierte und Interessierte
unter euch können sich über unsere Emailadresse (info@ghg-karlsruhe.de) über den nächsten Projekttermin erkundigen.

 EMAS

Im ersten Bereich der Veringerung des "ökologischen Fußabdrucks" der Universität ist unser Ziel die Umsetzung der europäischen EMAS-Verordnung am KIT. EMAS, ein Kürzel für das englische Eco-Management and Audit Scheme, steht für die freiwillige Verpflichtung von Betrieben und Organisationen, den betrieblichen Umweltschutz kontinuierlich zu verbessern.

EMAS wurde auf der Grundlage der sog. EG-Öko-Audit-Verordnung 1993 in der Europäischen Union eingeführt, zunächst für den privaten Wirtschaftssektor. Es umfasst eine gründliche ökologische Bestandsaufnahme und Bewertung der Umweltsituation und der Umweltauswirkungen eines Unternehmens. Seit 1998 ist die europäische Öko-Audit-Verordnung für den öffentlichen Sektor und damit auch für Hochschulen geöffnet worden (EMAS II).

Ziel ist es, den Verbrauch von Ressourcen wie Wasser und Energie zu verringern, ihre Nutzung effizient zu gestalten und somit die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Kernelement der Öko-Audit-Verordnung ist der Aufbau eines „Umweltmanagementsystems” (UMS), das Unternehmen in die Lage versetzen soll, eigene Umweltschutzziele festzulegen und diese mit einem modernen Management zu verfolgen, wobei durch EMAS keine konkreten Umweltschutzmaßnahmen vorgeschrieben werden.

Des Weiteren setzt EMAS eine kontinuierliche Ermittlung der wesentlichen Umweltauswirkungen und eine in regelmäßigen Abständen zu aktualisierende Umwelterklärung voraus. Das UMS enthält auf Grundlage einer selbst formulierten Umweltpolitik ein Umweltprogramm mit Umweltzielen und Maßnahmen, für die Verantwortliche benannt werden. Dieses Umweltprogramm soll regelmäßig fortgeschrieben werden. Ein externer Umweltgutachter überprüft dann, ob die Anforderungen der EMAS-Verordnung eingehalten werden.

Zu dieser Idee inspirierte uns das Projekt "Greening the University" an der Uni Tübingen.

 

 Aktuelles

Unser Strategiepapier das für unser Projekt begeistern soll ist fertig. Es kann hier heruntergeladen werden.

Das Projekt wurde im Sommer 2011 beendet.