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Inhaltsverzeichnis
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Editorial Liebe Leser, Frankreich hat gewählt! Kein herausragendes Ereignis diese Wahl? In unserem demokratisch geprägten Europa kommt es mitunter vor, dass ein Volk sich durch Mehrheits-beschluss für oder gegen eine künftige Regierung ausspricht, so etwas nennen wir dann einen Wahl. Aus deutscher Sicht besteht verstärkter Interesse an den Geschehnissen im Land unserer französischer Nachbarn. Allein dadurch hebt sich für uns diese Wahl von dem politischen Zeitgeschehen Europas ab. Verschiedene Gründe lassen sich hier anführen: einerseits die geographische Nähe zu Frankreich, die gemeinsame Geschichte der beiden Länder und die daraus entstandenen engen Beziehungen, politisch, gesellschaftlich und die Wirtschaft betreffend, andererseits aber auch die Auswirkungen auf ein vereintes Europa in dem Stimme Frankreichs ein großes Gewicht hat. Nicht zuletzt bestätigt diese Wahl einen Trend in Europa, einen Rechtsruck. Einblicke und Hintergründe zur Wahl in Frankreich gibt es in dieser Ausgabe. Aber auch an unserer Hochschule hat sich politisch etwas getan: ein neuer UStA wurde gewählt und hat die Arbeit aufgenommen. Über inhaltliche Unterschiede zum abge-lößten UStA, Absichten und Ziele der neuen Studen-tenvertreter könnt ihr euch auf Seite 4 informieren. Doch es bewegt uns nicht nur Ernstes: hatten wir letzes Sommersemester noch um ein Sommerfest auf dem Campus gebangt, da der alte UStA sich dazu nicht in der Lage sah, gibt es nun eine freudige Botschaft! Es wird zwei grosse Sommerfeste geben, die wir feiern werden, wie sie fallen. Denn der neue UStA wird die alte Tradition des Sommerfestes fortsetzen. Zuerst steht aber das Sommerfest des AKK an, der durch sein zweites Sommerfest auf dem Roten Platz vom 31.5 bis 1.6 mit Film und Musik die Open Air Saison eröffnen wird. Und nun viel Spass!
Euer OMNI- Redaktionsteam |
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Counter Terrorists win ? (cf) In diesen Tagen beschäftigt sich Deutschland mit der Greueltat im Erfurter Gutenberg Gymnasium. Der Täter, ein von der Schule verwiesener Waffenbesitzer mit Computerspielsucht, erschießt 14 Lehrer, 2 Schüler und schließlich sich selbst. Nun rätselt man über Ursachen und Auswirkungen der Tat und versucht möglichst schnell einen Schuldigen zu finden. Schnell sind Gewaltverherrlichung im Fernsehen und die brutalen Computerspiele als solcher ausgemacht. Obwohl diese Beobachtung nicht falsch ist, greift sie dennoch zu kurz. Nicht jeder Action-Film Begeisterte versucht Bruce Willis nachzuahmen und nicht jeder Counter-Strike oder Quake Spieler wird waffenbeladen durch eine Schule rennen. Doch kommt es auf die Person jenes Spielers an, ob er für eine starke Beeinflussung seines Charakters durch das Computer-spiel empfänglich ist. Für Personen mit wenig gefestigter Persönlichkeit oder von schweren Rückschlägen betroffenen kann ein solcher Einfluß Folgen haben. Auch in der Studentengemeinde, oder gerade dort gibt es einen beträchtlichen Anteil an Compu-terspielern, die gern und mit Begeisterung Spielen wie Tomb Raider, Diablo II oder Quake nachgehen. Das heißt nicht, dass damit ein Heer po-tentieller Attentäter herangezogen wird. Aber jeder, der an den Spielen Vergnügen findet sollte sich überlegen, ob er zwischen virtueller Realität und Wirklichkeit differenzieren kann. Die Website der Counter-Strike Gemeinde läßt jedenfalls den gesunden Menschenverstand vermissen, wenn Pressemitteilungen ohne Selbstkritik zerpflückt und lapidar mit dem Kommentar abgewiesen werden, daß der Artikelschreiber keine Ahnung von besagtem Spiel habe. Diese Ignoranz und mangelnde Auseinandersetzung mit der Problematik sind erschreckend. Weit wichtiger scheinen den Spielern die neueste Vollversion und neue Skins für das Ak47 Gewehr oder den arktischen Terroristen zu sein. Bezeichnend für eine mangelnde Hinterfragung des Ganzen ist die Tatsache, daß virtuelle Gegner nicht getötet sonder gefraggt werden, um das Töten in einen unverfänglichen Begriff zu kleiden. Der Tod findet im Spiel nicht statt, man kann ja danach sofort wieder aufstehen oder neu laden. Es geht nur darum dem Gegner eine Ladung Blei in den Bauch zu pumpen. Ein Cartoon auf bezeichneter Website zeigt einen Terroristen, der seinem Compagnion verbietet, einen Gegner zu töten, weil es vielleicht ein Spiegel-Online Reporter sein könnte, der schlecht über das Spiel schreiben würde. Die Computerfighter und Ego-Shooter scheinen sich wahrlich im Krieg zu befinden gegen Presse, Kritik und öffentliche Meinung. Man muß nicht aufhören, Computer zu spielen, es sollte nur ein vernünftiges Umgehen damit gewährleistet sein. Doch wie bereits erwähnt sind die Ursachen jenes Attentats auch in anderen Bereichen zu suchen. Mangelnde Zukunftschancen, fehlende Zuwendung und zuwenig Aufmerksamkeit für die Kinder sind weitere Ursachen, die jene empfänglich machen für rechtsradikale Propaganda und Gewaltverherrlichung. Prof. Herfried Münkler beschreibt in einem Spiegel-Artikel das Dilemma einer gewaltfreien Gesellschaft, in der ein weit erhöhtes Aufmerk-samkeitspotential für rohe Gewalt zu finden ist. Dies bedeutet, je weniger Gewalt in einer Gesellschaft alltäglich vorhanden ist, desto attraktiver wird es für potentielle Attentäter sich in Szene zu setzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass jenes Erfurter Attentat ein Medienecho von Japan über Russland bis in die USA hervorrief. Im Gebiet des Nahen Ostens war es kaum eine Meldung wert. Es wird sich in Zukunft häufiger ein Suizidtäter finden, der versucht, zumindest im Tod Aufmerksamkeit für sein Schicksal zu gewinnen. Dies kann kein Waffengesetz verhindern und keine Zensur Gewalt verherrlichender Computerspiele. Es ist einzig ein Weg es den Tätern so schwer wie möglich zu machen. Ein Ausweg erfordert ein größeres Gemeinschaftsgefühl und mehr Zuwendung der Menschen. Gerade in der Jugendarbeit müssen Wege gefunden werden, Kindern und Jugendlichen dies zu vermitteln. Es ist zu beobachten, dass diese mit dem sozialen Halt, den Sportvereine, musikalische Aktivitäten oder sonstige Freizeitangebote bieten, gefestigtere Persönlichkeiten sind, die weit weniger veranlasst sind, Straftaten zu begehen oder sich in virtuelle Welten zu flüchten.
Das Computerspielen - in der Abgeschiedenheit des eigenen Zimmers und nur mit virtuellen Menschen und Monstern verbunden - hilft sicher nicht, einen besseren Realitätsbezug zu finden. Der Spieler hat Macht. Er kann in jener Welt über Leben und Tod entscheiden. Wenn man stirbt kann man ja nochmal von vorn anfangen. Was für den einen Entspannung und Auszeit ist, kann für den Anderen schon Flucht in die Erlebniswelt sein. Die Differenzierung ist schwer auch für so aufgeklärte Menschen, wie es Studenten behaupten zu sein. Wer sich zwischen Freunden und Computerspiel für letzteres entscheidet, sollte sich einmal Gedanken machen. |
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Neuer UStA, neues Glück... Seit Anfang dieses Semesters gibt es einen neuen UStA. Doch wofür steht er, wofür setzt er sich ein und was will er besser machen. Dies könnt ihr in diesem Artikel von Roger Huckle, dem neuen UStA-Vorsitzenden, lesen (Anm. d. Redaktion). Der neue UStA Seit dem 17. April sind wir, die neuen ReferentInnen des UStAs, jetzt im Amt. Der UStA ist Eure Vertretung für alle studentischen Dinge, die nicht speziell einen Fachbereich betreffen, also nicht von den Fachschaften übernommen werden können. Die ersten Wochen waren sehr arbeitsintensiv, da sich alle erst einmal einarbeiten mussten, aber auch schon die ersten wichtigen Termine auf dem Programm standen. So fanden die Vollversammlungen des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren (ABS) und des Bündnisses für Politik und Meinungsfreiheit (PM), zu deren Gründungsmitgliedern der UStA gehört, am ersten Wochenende statt. In der nächsten Woche stand die Mitgliederversammlung des fzs (freier zusammenschluss von StudentInnenschaften), dem Dachverband der Studieren-denvertretungen in Deutschland, in Potsdam auf dem Plan. Während den langen Sitzungstagen konnte schon so mancher Kontakt zu anderen Hochschulen geknüpft werden. Auch bezüglich der neuesten Entwicklungen zur Internationalisierung von Hochschulen und den Bachelor-/Master-Studiengängen haben wir dort gearbeitet. Die für das nächste Semester geplante Einführung der Chipkarte an der Universität Karlsruhe (die im Gegensatz zur jetzigen Mensa-Chipkarte auch beispielsweise die Zugangskontrollen für Gebäude auf einer Karte vereint) werden wir kritisch begleiten und uns bemühen, die Studierenden mit ausreichenden Informationen diesbezüglich zu versorgen. Auf der letzten Sitzung des Studierenden Parlamentes wurde beschlossen, dass die Karlsruher StudentInnenschaft dem landesweiten Asten-Treffen (LAK) beitritt, so können wir gemeinsam bei wichtigen Themen, wie der Schaffung von günstigem Wohnraum für Studis vorgehen. Wie sehen die Arbeitsschwerpunkte des neuen UStAs aus?
Wir verstehen uns als Vertreter aller Studierenden der Universität Karlsruhe, deshalb ist es für uns und unsere Arbeit wichtig auch Rückmeldungen von euch zu erhalten, nur so können wir auf eure Wünsche und Probleme eingehen. Als Ziel haben wir uns gesetzt die Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppen innerhalb und ausserhalb der Universität zu stärken. Eine Umfrage zu den Bereichen, die unseren Studis wichtig sind, ist geplant.
Wir setzen uns für mehr Lebensqualität auf dem Campus ein. Das fängt bei Kleinigkeiten wie ausreichenden Mülleimern und vernünftiger Klimatisierung in den Hörsälen an und hört bei Großprojekten wie dem Anbau an die Uni-Bibliothek auf, bei deren Planung wir auch Studie-rendeninteressen einbringen möchten. Auch eine Lösung für das Parkplatzproblem streben wir in Zusammenarbeit mit der Universitäts-Verwaltung an. Welche Dienstleistungen bietet der neue UStA für Studierende an?
Die tägliche BAföG - und Sozialberatung ist ein Hauptbestandteil der UStA-Arbeit, auch die Theke, an der unsere Studentinnen und Studenten Internationale Studieren-denausweise (ISICs) erhalten können, Fahrzeuge für Umzüge und andere Anlässe günstig mieten können und noch einiges mehr, wird natürlich wie immer besetzt sein. Dabei sind wir besonders froh, dass einige engagierte Studis einen großen Teil ihrer Zeit opfern, um für uns und mit uns den Service an der Theke aufrecht zu erhalten. Allerdings fehlt auch weiterhin noch Thekenpersonal. In Zukunft möchten wir neben den Fachschaften auch Studis wieder die Möglichkeit bieten, günstige Druckaufträge über uns abfertigen zu lassen (beispielsweise für Diplomarbeiten). Ganz soweit sind wir aber noch nicht, ebenso ist der Verkauf von günstigem Umweltpapier noch in Planung. Ebenso bieten wir für 5,- EUR Anmeldegebühr eine Rechtsberatung an, damit Studis bei juristischen Nachfragen nicht auf sich allein gestellt sind.
Äußerst wichtig ist uns auch die Organisation des UStA Uni-Sommerfests, welches aufgrund des freien Eintritts zu den Open-Air-Veranstaltungen auch Eure Hilfe braucht. Um bei der Finanzierung des Festes mitzuhelfen, könnt ihr an der Theke UStA-Beitragsmarken für 4,- EUR erwerben. In den nächsten Wochen werden wir auch HelferInnen für das Fest suchen und hoffen auf rege Beteiligung.
Unsere Frauenreferentin bietet ein regelmäßiges Frauen-café an, die Öffnungszeiten hängen im UStA aus. Ich möchte gerne mehr wissen. Was muss ich tun?
Am liebsten ist es uns, wenn Studis einfach zu den Thekenzeiten vorbeischauen, da wir so den besten Kontakt halten können. Es ist auch sonst fast immer jemand da. Auch auf www.usta.de finden sich fast alle wichtigen Informationen. Dort sind auch alle Referate mit den Sprechzeiten einzeln aufgeführt.Die ReferentInnen im einzelnen:
Vorsitz - Roger Huckle (Meteorologie, 8. Sem.), Finanzen - Simone Szurmant (Wima, 10. Sem.), Innen - Frank Lichtenheld (Physik, 4. Sem.), Aussen - Julia Wiegel & Malte Cornils (Meteorologie, 6. Sem. & Info, 8. Sem.), Kultur - Sabine Krieger (Info, 12. Sem.), Sozial - Sandra Götz (WiWi, 10. Sem.), Umwelt - Hauke Basse (WiWi, 2.Sem.), Frauen - Eugenia Zinn (WiWi, 4. Sem.), AusländerInnen - Waddah Attari (WiWi)
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Travail, Famille, Patrie (df) Frankreich, den 21. April 2002, 20 Uhr. Frankreich erwacht! Anstatt des langweiligen Kampfes zwischen Chirac und Jospin, der seit Monaten von allen Medien ausnahmslos vorhergesagt wurde, macht sich eine Mischung aus Angst, Wut und Unverständnis breit. Jean Marie Le Pen wird mit 18,6% Stimmenanteil Zweiter bei den Präsidentschaftswahlen. Er tritt somit am Sonntag, den 5. Mai, gegen Jacques Chirac (19%) in der Stichwahl an und wirft Lionel Jospin (17,8%) damit aus dem Rennen. Des weiteren sammelt Bruno Megret, ehemalige Nummer Zwei der Front National (FN), 2,2% der Stimmen. Zusammen bekennen sich also 20% der wahlberechtigten Franzosen zu einer rechtsextremen Politik. Wer aber ist Jean Marie Le Pen? Ein Mann, von dem sogar Jörg Haider behauptet, er sei zu rechts. Warum wählen ihn so viele Franzosen? Geschichte des Rechtsextremismus in Frankreich Die politische Einteilung in rechts und links ist am 14. Juli 1789 in Frankreich geboren. Ihre Definition geht auf die Position der verschiedenen Gruppierungen im ersten Parlament der Ersten Republik zurück. Links saßen die Gruppen, die unter anderem den Tod des Königs herbeigeführt haben und für eine Republik ohne Einfluss durch König und Kirche standen (''Ein König muss herrschen oder sterben!", Zitat St. Juste). Rechts saßen Vereinigungen, die für die Bildung einer parlamentarischen Monarchie eintraten. Sie waren untereinander verfeindet, und einige forderten die Wiederherstellung der absoluten Monarchie und der Rechte des Klerus. 1880 bilden sich die ersten populären rechtsextremen Bewegungen. Die wichtigste, ''l' antisémitisme", gründet sich 1886 mit einem Buch Edouard Drumonts ''France Juive (jüdisches Frankreich)", nach dem alle Probleme von der jüdischen Invasion verursacht werden. Drumont verlegt auch die Zeitung ''La parole libre", in der zum ersten Mal der Kampfspruch ''Frankreich für die Franzosen" auftaucht. Wenig später kommt die Dreyfus - Affäre auf. Ein jüdischer Offizier wird, wie inzwischen nachgewiesen, zu Unrecht auf Hochverrat verklagt. Mehrere rechtsextreme Organisationen, fast alle antisemitisch, verteidigen die Armee. Sie behaupten, die von den Politikern geklaute Macht, wieder an das Volk zurückgeben zu wollen. Es entsteht die Partei ''l'action française (AF)``, die gegen die französische ''Dekadenz" kämpfen will. Das Besondere an ihr ist die ideologische Hegemonie, welche sie zu einem Grossteil der Rechten, Konservativen und auch katholischen Bewegungen hat. Die AF erreicht ihren Höhepunkt nach dem Ersten Weltkrieg, verliert aber auf Empfehlung von Pius XI. ihre Macht über die katholische Welt. Ab 1930 geben Aktionen in Italien (Mussolini) oder Deutschland (Hitler) französischen Rechtsextremen, wie Pierre Drieu La Rochelle oder Robert Brasillach, Beispiele, die sie für gut erachten und imitieren wollen. Der spanische Unabhängigkeitskrieg und die Formation der ''Front populaire", eine linke Bewegung, bestärken die Rechten, die ab 1936 die französische Volkspartei bilden. Diese Mischung von rassistischen und antisemitischen Gruppierungen, welche die Zerstörung der vorhandenen Demokratie vereint, sowie die Kritik am Kommunismus und das passive Verhalten gegenuuml;ber Hitler, liefert den Hintergrund dessen, was Vichy und Pétain als "nationale Revolution" bezeichnen. Die Front National ist Le Pen, Le Pen ist die Front National. Jean Marie Le Pen, 73 Jahre alt, ist die Nummer Eins innerhalb der FN. Die Führung ist auf ihn ausgelegt worden und die Partei funktioniert für ihn und um ihn. Alle Entscheidungsmacht wird in ihm konzentriert. Diese Partei, die viele militante Mitglieder hat, ist gerade deshalb keine Partei mit einer realen Basis. Sie hat ein Zentralpolitisches Komitee (ZK) mit mehreren Organen, die aber bis auf das ZK keine politische Funktion ausüben. In jedem Departement gibt es eine Regionalgruppe, die von einem Leiter dirigiert wird. Bei Presseaktivitäten oder öffentlichen Äusserungen unterscheidet sich die FN von anderen rechtsextremen Parteien Europas dadurch, dass einzig und allein der Führer Jean Marie Le Pen sich äußert. Sämtliche Abweichungen werden mit interner Degradierung bis hin zu Parteiausschluss bestraft. Im Jahre 1998 wird Bruno Mégret, damals Nummer Zwei der Partei und sein engster Mitarbeiter, entlassen. Er war maßgeblich für eine populistische Politik verantwortlich: z.B. für die Einführung von FN-nahen Gewerkschaften oder die Kritik an der Globalisierung. Jean Marie Le Pen konnte an den anstehenden Wahlen nicht teilnehmen und schlug seine Frau Janny Le Pen für die Liste der FN vor. Bruno Mégret äußerte sich öffentlich dagegen und die Quittung folgte. Die Politik der Front National, eine klare nationalsozialistische Politik! Dass die FN eine nationalsozialistische Politik betreibt, muss man ihr nicht einmal unterstellen, das sagt Jean Marie Le Pen selbst unmissverständlich. Der Wahlspruch auf den Werbebrief, der jedem Franzosen vor der Stichwahl zugeschickt wurde, proklamiert: Je suis socialement à gauche, économiquement à droite et, plus que jamais, nationalement de France. (Ich stehe sozial links, wirtschaftlich rechts, und bin mehr denn je national orientierter Franzose.). Ich denke, dass dies keines weiteren Kommentares bedarf. Andere Programmpunkte sind zum Beispiel: Restaurer la souve-raineté de la France (Die Unabhängigkeit Frankreichs wiederherstellen). Unter diesem Slogan darf man verstehen, dass Frankreich, sollte die FN an die Macht kommen, alle europäischen Verträge kündigen, einen Ausstieg aus der EU durchführen und ein Europa der Nationen aufbauen würde. L Europe des Nation ist ein Begriff, der von europäischen Rechtsextremen gerne verwendet wird, um eine privilegierte Handels- und Rechtszone zu umschreiben. In dieser sind alle Nationen unabhängig voneinander, arbeiten aber wirtschaftlich miteinander. Mit weiteren Parolen tritt man für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung und einer Lösung der Einwanderungsprobleme ein. Ein starkes Argument Le Pens besteht in der Proklamation von Zucht und Ordnung. Er fordert durch Tolerance Zero sämtliche Verbrechen zu bestrafen. Die Wiedereinführung der Todesstrafe soll diesen Weg unterstützen. Er steht für die sofortige Ausweisung aller illegalen und kriminellen Einwanderer. Die Staatsangehörigkeit bliebe denen vorbehalten, die sie erben oder sich verdienen. Die Fremdenlegion ist eine Möglichkeit diese zu erlangen, zudem muss man sich an die Kultur anpassen, was die Aufgabe der eigenen Religion und Kultur ist. Eine wichtige Modernisierung der FN seit den 80er Jahren ist eine Mutation eines omnipotenten Staates zu einem, mit neoliberalen Vorstellungen. Der Staat enthält sich bei allen Wirtschaftsfragen, außer die nationale Einheit würde verletzt. Le Pen schlägt eine Abschaffung der Einkommens- und Erbschaftssteuer vor. Er sagt, er wolle Frankreich wieder dem Volk zurückgeben, um die Macht der Politiker und anderer Eliten zu zerschlagen. Allgemein strebt er eine Zerstörung aller Institutionen an, die nicht die Innere oder Äußere Sicherheit garantieren. Der vierte wichtige Punkt seines Programms ist: die Familie, die Sicherung der Renten und die Verteidigung der Lebensgrundlage der Menschen. Hier ist der Kernpunkt der genetischen Staatsangehörigkeit mit allen Folgen zu sehen. Da die Staatsangehörigkeit vererbt wird, muss die traditionelle Struktur, die diese garantiert, geschützt werden. Mehr Kindergeld und garantierte Renten sollen dieser Politik zum Durchbruch verhelfen. Abtreibung würde verboten, die Todesstrafe als Mittel der Justiz wieder eingeführt. Es soll eine Garantie von sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechten angestrebt werden, allerdings nur für Menschen, die durch genetische Kriterien als einheimisch definiert werden. Eine multikulturelle Gesellschaft wird abgelehnt. Gründe für eine Wahl der Front National. Warum jeder fünfte Franzose für Jean Marie Le Pen gestimmt hat, könnte leicht als Protestwahl interpretiert werden. Von Protest einer Minderheit kann aber nicht die Rede sein, wenn 20% Stimmanteil erreicht werden. Diese Aussage, wie sie von den Konservativen geäussert wird, findet auch in einer allgemeinen inneren Unsicherheit und hoher Arbeitslosigkeit keine Erklärung. Frankreichs Probleme mit einer katastrophalen Urbanisierungspolitik, die in Wohnvierteln gipfelt, in denen Tausende Menschen ohne Ansatz von Infrastruktur und Arbeitsmöglichkeit leben, erklärt dieses Wahlergebniss ebenfalls nicht. Auch wenn Arbeitslosigkeit ein Grund für die Wahl der FN sein mag, trifft dieser nur auf einen Teil der Bevölkerung zu, der weit kleiner ist als die Anzahl der Menschen, die Le Pen gewählt haben. Vielmehr ist eine Kritik an der politischen Klasse notwendig. So unterstützten die Konservativen durch Koalitionen mit der FN bei Kommunal- und Parlamentswahlen das Verständnis in der Bevölkerung, dass die FN eine gesellschaftsfähige Partei ist. Die allgemeine Orientierungslosigkeit der klassischen Volksparteien und derer Kapitulation vor wirtschaftlichen und inneren Zwängen verwischen die Unterschiede zwischen diesen Parteien. Dies nutzt Le Pen, um der politische Klasse als Ganzes, Versagen zu attestieren. Er stellt sich als die einzige Partei dar, die für sich nicht die politischen Mitte postuliert. Auf diese Weise hat Jean Marie Le Pen über Jahre hinweg das Ziel erreicht, dass Rassismus als Normalität angesehen wird. Einwanderer sind seiner Aussage nach für die Arbeitslosigkeit und inneren Unruhen verantwortlich. Da die Volksparteien dieser Propaganda nicht widersprechen und dazu auch keine Alternativen bieten, erreicht diese Partei einen derartigen Stimmenanteil. Es wird immer wieder argumentiert, dass der Gesellschaftsvertrag, in dem jeder auf sein persönliches Gewaltrecht verzichtet und es auf den Staat überträgt, den Staat verpflichtet, als übergeordnete Gewalt die Innerer Sicherheit zu gewährleisten. Aber das Maß an Innerer Sicherheit gehört ebenfalls zu diesem Vertrag, und es ist auch an der Gesellschaft, dieses Maß zu bestimmen. Genau mit der selben Argumentation muss man auch bedenken, dass die Bildung des Staates ebenfalls einen Gesellschaftsvertrag darstellt und der Staat als oberste Gewalt demokratische Wahlen zu garantieren hat. Der Grundgedanke des Staates als Organ, das seine Aufgaben erledigt, die demokratisch festgelegt werden, muss wieder im Mittelpunkt stehen. Man darf nicht vergessen, dass jeder einzelne Bürger gleichberechtigt einem Staat angehört, auch wenn es real Bürger zweiter Klasse gibt. Parteien sollten sich wieder um Politik kümmern, sie sollten versuchen, aufgrund ihres Programms gewählt zu werden. Wenn Politik wieder Politik ist, und wenn alle Menschen den Eindruck gewinnen, dass sie in die Entscheidungsprozesse miteingebunden werden, und tatsächlich die Situation verändern können, werden sie wieder an die Gesellschaft glauben. Die Frage ist, ob dies die Leute, die momentan in Europa das Sagen haben, wirklich wollen. Die Stichwahl hat mittlerweile stattgefunden. Le Pen ist mit 18% der Stimmen geschlagen. Wenn dies als Warnung verstanden wird, um endlich eine solidarische und gerechte Gesellschaft zu bilden, dann wird diese Wahl tatsächlich einen positiven Effekt haben. Wenn man aber glaubt, dass die Gefahr nun gebannt ist und man wieder zum Alltag zurückkehren kann, dann wird man weiterhin einen Zulauf bei den rechtsextremen Parteien beobachten können. Am Ende steht dann wieder eine Diktatur in Europa.
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Nie wieder Studiengebühren ??? (ktok) Am 25. April 2002 wurde im Bundestag die 6. Novelle des Hochschulrahmen-gesetzes [1] beschlossen. Erststudium bleibt gebührenfrei, konnte man daraufhin in vielem deutschen Tageszeitungen lesen. Was ist an dieser vermeintlichen Errungenschaft des gebührenfreien (Erst-) Studiums wirklich dran ? Einmal davon abgesehen, dass in Deutschland das Erststudium schon jetzt nicht gebührenfrei ist (man denke nur an die in vielen Bundesländern erhobenen Langzeitstudien- und Verwaltungsgebühren, um nur zwei Beispiele zu nennen), wird sich dies auch in Zukunft nicht ändern. Denn das neue Hochschul-rahmengesetz (HRG) macht vielmehr den Weg für Studiengebühren frei, als dass es diese verbietet. So steht in der 6. Novelle des HRG geschrieben: "Das Studium bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss und das Studium in einem konsekutiven Studiengang [...] ist studiengebührenfrei. In besonderen Fällen kann das Landesrecht Ausnahmen vorsehen." [2] Können nun etwa alle Studierenden, die z.B. in Baden-Württemberg Langszeitstudienge-bühren bezahlen müssen, erleichtert aufatmen, da sie nun nicht mehr jedes Semester mit 500 Euro zur Kasse gebeten werden ? Werden sich beispielsweise die Studierenden in Niedersachsen darüber freuen können, nicht mehr jedes Semester 50 Euro Verwaltungsgebühr zahlen zu müssen ? Werden die Sprachkurse an der Universität Karlsruhe bald wieder kostenfrei sein ? Bei weitem nicht! Denn das HRG sieht ja sogenannte Ausnahmen vor. Die 6. Novelle des HRG beinhaltet auch Begründungen und Erläuterungen der einzelnen Änderungen und dort kann man folgendes nachlesen: "Den Ländern steht es insbesondere frei zu regeln, ob und in welchem Maße Zweitstudien, nichtkonsekutive postgraduale Studien und weiterbildende Studien ge-bührenfrei oder gebührenpflichtig sein sollen." [3] Für das Zweitstudium, nichtkonsekutive postgraduale Studien und weiterbildende Studien können also in Zukunft problemlos, ohne dass man dafür Ausnahmen bemühen müssten, Studiengebühren erhoben werden. Aber nicht nur das, es werden sogar konkrete Vorschläge gemacht, wie Gebühren erhoben werden können: "Nach Satz 2 sind die Länder berechtigt, in besonderen Fällen Ausnahmen von der grundsätzlichen Gebührenfreiheit vorzusehen. Dem Landesrecht bleibt die Festlegung überlassen, ob bestimmte Personengruppen (z. B. Gasthörer, Studierende nach Überschreitung eines bestimmten Lebensalters, Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Rahmen der Weiterbildung) von der Studienge-bührenfreiheit ganz oder teilweise ausgenommen werden oder ob Gebühren für einzelne konkret erbrachte Leistungen der Hochschulen (z. B. Einschreibgebühren, Prüfungsgebühren) erhoben werden. "[4] Hiermit wird also legitimiert und genehmigt, was an manchen Unis teilweise schon längst Realität ist: es können z.B. Prüfungsgebühren, Einschreibegebühren, Verwaltungsgebühren, Gebühren für Sprachkurse, Gebühren für den Ausdruck der Immatrikulationsbescheinigungen, Gebühren für die Studienberatung oder für sonstige konkret erbrachte Leistungen erhoben werden. So könnte in Zukunft die Anmeldung zu einer Vordiplomsprüfung beispielsweise 50 Euro kosten! Weiter geht´s es dann mit: "Die Regelung unterstützt auch die Einführung neuer nachfrageorientierter Studien-finanzierungsmodelle wie Studienkonten und Bildungsgutscheine. Das Landesrecht regelt, welchen Umfang das Studienkonto bzw. die Bildungsgutscheine für ein gebührenfreies Studium haben oder wann die Regelstudienzeit als deutlich überschritten gilt und damit Studiengebühren erhoben werden können. [...]" [5] Hier steht es nun also schwarz-auf-weiss: das neue HRG lässt also so ziemlich jede Art von Langzeitstudiengebühren zu. Sei es nun in Form von Studienkonten [6], die viele Studierende irgendwann einmal überziehen werden und dafür dann zahlen müssen, oder in Form von Bildungsgutscheinen, bei denen für das Studium ab dem Zeitpunkt Gebühren erhoben werden, sobald die Gutscheine verbraucht sind, oder die Regelstudienzeit deutlich überschritten ist. Und all das wird uns als Gebührenfreiheit verkauft! Na Danke, Rot-Grün!
[1] genaugenommen handelt es sich hierbei um das Sechste Gesetz zur Änderung des Hochschulrahmen-gesetzes (6. HRGÄndG). Dieses kann man unter www.bmbf.de/pub/hrg_aenderungsgesetz_entwurf_6.pdf herunterladen.
[2] 6. HRGÄndG, Art. 1, Absatz 3
[3], [4], [5] 6. HRGÄndG, S.8
[6] z.B. Studienkontenmodell von Jürgen Zöllner (Wissenschaftsminister Rheinland-Pfalz) und Gabriele Behler (Wissenschaftsministerin Nordrhein-Westfalen), siehe auch omni Ausgabe 4
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Spanische Tortilla (mh) Mittlerweile gibt es ja viele Konkurrenzkochbücher, allerdings ohne jegliche Tipps und Tricks. Deswegen erscheint nun auch die fünfte Ausgabe dieses speziellen Universalquirlkurses. Falls euch die Mensa zufälligerweise einmal nicht mehr zufriedenstellen kann, empfehle ich diesmal ein Gericht, das in vielen Ländern in unterschiedlichen Ausführungen zu erwerben ist. Wir backen heute "Tortilla de patatas", sozusagen Kartoffelomelette auf spanisch. Es werden auch in Mexiko Tortillas zubereitet, dort bestehen sie aus zusammengerollten Maisfladen mit Füllung. Dieses Rezept werde ich zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Für vier Personen müssten folgende Zutaten ausreichen:
750 g Kartoffeln (mehlig oder auch festkochend) Die oben genannten Produkte solltet ihr im heutigen Zeitalter immer im Öko-Bio- Bauernhofladen kaufen, weil sonst alles andere verklont und gespritzt ist. Zudem ist dann alles viel gesünder und ihr werdet länger leben. Die Grundzutaten für das Omelett kann man durch verschiedenste Beigaben variieren, entweder je nach Saison oder nach Lust und Laune. Als Variante kann man beispielsweise Pilze, Knoblauch und Ingwer dazumengen oder Zucchini und Knoblauch, eventuell sogar nur Knoblauch. Zuerst die Kartoffeln und die Zwiebeln schälen, waschen und in dünne Scheiben schneiden. Währenddessen vier EL Olivenöl in eine hohe Pfanne geben und erhitzen. Die Pfanne sollte nicht anhängen, am besten eine beschichtete nehmen. Die rohen Kartoffeln und Zwiebeln sachte etwa 25 Min. anbruzzeln, aber nichts anbrennen lassen. Die Kartoffeln müssen am Ende gar sein. Hier ist es entscheidend, dass ihr eine gute Bratmaschine besitzt, sonst macht das Kochen jetzt definitiv keinen Spaß mehr, weil alles klebt und verbrennt. Anschließend salzen und mit einer möglichst großen Mühle pfeffern, je größer desto leckerer. In Spanien gibt es tausende Tortillavariationen, die man als Tapas zum Bier verspeisen kann oder als Mahlzeit für zwischendurch. Tortilla an sich bedeutet Rührei in Omeletteform. Es gibt die Möglichkeit dies mit Chorizo, Zwiebel oder Paprika zu verfeinern und alles auf ein halbes Baguette zu verfrachten. Dadurch entsteht ein Bocadillo, als Snack bestens geeignet beim Wandern. Auf einer Tour vor einigen Jahren entlang des Jacobeo in Nordspanien sind wir mittags in einer Dorfkneipe eingekehrt, die in Wirklichkeit eine überdachte Hofdurchfahrt eines alten Bauernhofes mit zwei Biertischgarnituren war. Dort wurden wir mit Rotwein versorgt und kurze Zeit später gab es für jeden ein ganzes Baguette mit Tortilla belegt. Danach wäre ein Nickerchen in der Sonne angesagt gewesen, allerdings regnete es durchgehend. Bei diesen Wanderungen habe ich gelernt, dass man sich ausschließlich von Rotwein und Tortilla versorgen kann. Damit habt ihr, wenn ihr aufgepasst habt, den Weintip zu diesem Gericht erfahren. Am besten eignet sich trockener Rotwein aus Spanien (Rioja/Campo de Borja) und natürlich Bier. An dieser Stelle möchte ich auf den Wein- und Bier-workshop im AKK hinweisen, schaut einfach im Stadionheft nach. Jetzt aber weiter im Rezept: die Eier in eine Schüssel hauen und mit etwas Pfeffer und Salz abschmecken, danach die Kartoffelpampe daruntermischen und eventuell nachwürzen. In der alten Pfanne, man muß ja schließlich Geschirr sparen und die Umwelt schonen. Das restliche Olivenöl anfeuern und die gequirlte Masse bei gemäßigter Hitze auf beiden Seiten 6 - 8 Minuten anbraten und immer wieder rütteln. Die Lebensmittel sollten eine kuchenartige Form und Konsistenz annehmen. Der schwierigste Teil der Aufgabe steht euch nun bevor, Ihr müsst die Tortilla wenden. Am besten nimmt man dazu einen großen Teller oder ein Kuchenblech und bedeckt damit die Pfanne. Nun das Ganze umstürzen und wieder hineingleiten lassen. Beim Drehen aufpassen, daß ihr keine Ölspritzer abkriegt, denn das kann sehr unangenehm sein! Das Omelett fertiggaren und essen. Als Beilage passt dazu Baguette, Rotwein, Bier oder auch Salat. Das Rezept eignet sich hervorragend für Partys, statt Nudelsalat und Sektflasche. Es ist nur etwas mehr Aufwand und die Küche stinkt geringfügig aufgrund der minimalen Ölmengen, welche man verbrät.
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dem Lutz sein Meinung (lf) Hallo Dings, boah, dick bist du geworden! - das ist doch genau die Begrüßung, die man sich auf einem Klassentreffen so wünscht. Ach, ich bin also dick, pah, aber du bist hässlich! würde man da am liebsten antworten, wenns denn nicht so unoriginell und obendrei noch gelogen wäre, schließlich sieht die gute Frau, wie auch immer sie heißt, komischerweise noch genauso schnuckelig aus wie an der Abiturfeier. Damals, als sie dieses etwas zu kurz geratene graue Kleidchen anhatte, ja klasse, sowas merkt man sich über Jahre, als bräuchte man die Hirnkapazität nicht für Besseres. Aber überhaupt, was soll denn das, selber meinen Namen nicht mehr wissen, aber über meinen Bauch herziehen, das ist echt nicht nett, nach all der guten Zeit. Dabei soll sie doch froh sein, dass ich im Gegensatz zu etlichen Anwesenden, wenigstens noch ein paar Haare auf dem Kopf habe. Wobei das mit dem Bauch zugegebenermaßen nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, aber meine Güte, wie soll man das auch vermeiden, wenn man an einer Uni studiert, an der es nur vier oder fünf interessante Sachen gibt, und alle werden in Flaschen verkauft.
Sie macht sicher Sport, Im-Kreis-Rumhopsen oder Power-Bücken, was Frauen halt so machen, damit sie nicht dick werden. Frauen brauchen beim Sport anscheinend keinen Spaß zu haben, wenn man sieht, was die so treiben. Ich begnüge mich sportmäßig ja mit Fußball schauen, weil es beim Uni-Sport kein Formel 1 gibt. Das könnte ich mir vorstellen: Und dann geh ich mal rüber zum Dings, wie auch immer der noch heißt, haha, dem drück ich mal seine Glatze rein, dem fetten Sack.
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