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Inhaltsverzeichnis
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Editorial Liebe Leser, diesen Sommer kein Unifest gefällig? Scheinbar nicht, denn der neu gewählte UStA hat sich gegen ein solches entschieden. Einerseits mangels Helfer andererseits mangels Erfahrung (dies ist mit Abstand der jüngste UStA seit Unigedenken). Nicht zuletzt blieben in den letzten Jahren die Besucherzahlen hinter den Erwartungen zurück. Umso mehr freut es uns, Euch verkünden zu dürfen, dass es doch ein Sommerfest geben wird. Der Kulturverein AKK, zuvor immer maßgeblich an der Organisation der UStA Unifeste beteiligt, nutzte diese Gelegenheit und ergriff die Initiative. Unter Wehen gebar der AKK ein neues, ein etwas anderes Konzept. Ein viertägiges Fest mit Jazz, Film, Klassik, Disko und wie gewohnt mit reichlich verschiedenen Livebands. Es gibt einen neuen Wissen-schaftsminister in Baden-Württemberg. Der Wechsel von Klaus von Trotha zu Peter Frankenberg erfolgte von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt. Sein Vorgänger hatte dieses Amt für 10 Jahre inne und sorgte dabei durchaus für Querelen. Unter anderem die bekannten Langzeitstudienge-bühren sowie die Zwangsexmatri-kulation nach dem 20. Semester waren Ergebnis seiner Arbeit. Wie sich die Hochschulpolitik in unserem Bundesland weiterentwickeln wird, ist derzeit schwer einschätzbar. Unsere Rubrik Das Profil gestattet einen Ausblick.
Die Redaktion |
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Prof.Dr. Frankenberg: Neuer Wissenschaftsminister in Baden-Wüttemberg Das Ministerium für Wissenschaft
und Kunst (mwk) des Landtages in Baden Württemberg ist für
die Hochschulen zuständig. Von 1991 bis 2001 leitete es
Minister Klaus von Trotha. Nach den Landtagswahlen im März wurde
Prof. Dr. Frankenberg, bis dahin Rektor der Universität
Mannheim, als neuer Wissenschaftsminister vereidigt. (ws) "Es wird in Deutschland keine internationale Spitzenuniversität geben, wenn wir unsere Studenten nicht selber auswählen können", so Wissenschaftsminister Peter Frankenberg auf einer Jahrestagung der Hochschulrek-torenkonferenz (HRK) in Mann-heim, damals noch in seiner Funktion als Rektor der Uni Mannheim. Inzwischen ist Prof. Dr. Frankenberg vom Rektor zum Minister aufgestiegen, seine Forderungen von damals sind Programm von heute. Politisch eher ein unbeschriebenes Blatt in Deutschland, ist Frankenberg die wichtigste Personaländerung in Teufels neuem Kabinett. Doch wer ist jener Frankenberg? Peter Frankenberg ist ein Mann der Zukunft. Seinen früheren Schaffensort nennt er vollmundig "Reformuniversität" Mannheim, er selbst ist der Reformator. Wenn es darum ging, die Hochschule in Richtung Wettbewerb und Effizienz umzugestalten eilte er oftmals seinem geistigen Vater, Klaus von Trotha, voraus, so zum Beispiel bei der Auswahl von Studenten. Er setzte die Ideen und Konzepte seines damaligen Ministers eifrig um, fand aber auch neue Schwerpunkte in der fachlichen Ausrichtung der Uni Mannheim: So strich er z.B. zugunsten der zukunftsträchtigen Informatikfakultät einige kleinere Fachbereiche. Durch den emsigen Innovationsdrang der Hochschulleitung fand die eher unbekannte Universität Mannheim deutschlandweit Aufmerksamkeit. So ist zu erwarten, dass der Professor für Physische Geogra-phie, Frankenberg, die politische Linie seines Vorgängers Klaus von Trothas fortführen wird. Seine Position zum Thema Studiengebühren ist nicht klar zu erkennen. In der Vergangenheit machte er sich für Studien-gebühren stark. Er verwies darauf, dass diese ein geeignetes Mittel seien, mit dem Hochschulen "ihre eigentliche Aufgabe" erfüllen sollten. Jüngst erklärte er aber in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, Gebüh-ren hätten derzeit keine Priorität. Studenten sollten dennoch damit zu rechnen, dass Peter Frankenberg längerfristig auf die Einführung von Studiengebühren nicht nur für Langzeitstudenten drängen wird.
Sein aktuelles Bestreben, die Selbstauswahl auch in ZVS - Studiengängen
zu ermöglichen, dürfte in den Ländern auf Widerstand
stoßen. Denn Mittelfristig will er die ZVS abschaffen bzw. die
Hochschulen Baden Württembergs von der ZVS loslösen. Auf
diese Weise soll eine stärkere Konkurrenz zwischen den
Hochschulen entstehen. |
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Anagramme Mal ganz ehrlich: Computer sind was Tolles. Mit ihrer Hilfe können beispielsweise die
Meteor-ologen unser Wetter in immer kürzerer Zeit falsch
vorhersagen. Oder man kann mit ihnen vollautomatisch Anagramme
machen. (sd) Anagramme - das wißt ihr natürlich - funktionieren so: Man zerlegt eines oder mehrere Wörter in die einzelnen Buchstaben und setzt diese dann zu neuen Begriffen zusammen, Entsprechende Soft-ware kann das natürlich viel schneller als der Mensch und bringt auch viel sinnlosere Begriffe hervor. Damit euch diese technische Neuerung nicht vorenthalten bleibt, haben wir für euch einmal unsere gesamte Redaktion durch dieses Programm laufen lassen, wobei wir natürlich im Vorfeld bereits jede Menge Müll aussortiert haben (aus "Christian Simonidis" macht der Rechner z. B. "simon sadist ici hirn" in vier verschiedenen Variationen) - die Liste läse sich sonst nicht viel flüssiger als das Karlsruher Telefonbuch. Doch nun genug der menschlichen Worte, ab jetzt spricht der Computer:
Und weil das so schön war, gibt's hier - wie früher in der Mensa üblich - noch einen Nachschlag:
Der geneigte Leser bildet Anagramme aus folgendem Tipp der Woche: Peter-Frankenberg
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Motivation brachial (ws) Jetzt aber schnell, denn wir
haben ja nicht ewig Zeit. In atemberaubender Geschwin-digkeit
werden diese Worte aus dem Füller fließen: Als Studenten
von heute sind wir brachial motiviert. Damit auch Ihr noch
effizienter arbeitet, noch erfolgreicher werdet, zeigen wir allen
Langschläfern und Gammlern, wie es sich als brachial motivierter
lebt. 6.00 Uhr - wir stehen auf. Gemeinsam stellen wir uns vor den Spiegel und rufen, nein brüllen lauthals mehrere "TSCHACKA" (nachzulesen in zig Motivations-büchern von Jürgen Höller) 6.05 Uhr - wir entscheiden uns kurzfristig und ohne Vorbereitung, am Ironman von Hawaii teilzunehmen. 8.00 Uhr - wir gehen in die Uni, denn: als brachial Motivierter verpasst man keine Vorlesung, auch nicht solche um 8.00 Uhr. 8.05 Uhr - wir stellen die erste Frage, weil wir etwas nicht verstanden haben. 8.30 Uhr - wir stellen die eine oder andere Frage, weil wir etwas nicht verstanden haben.
13.00 Uhr - nach drei Vorlesungen und vielen Fragen (weil wir etwas nicht verstanden haben) ist unser
Wissensvorsprung vor den Kommilitonen hinreichend ausgebaut und wir
gönnen uns eine Mittagspause. Diese nutzen wir, um schnell in
der Bibliothek alle Bücher zu aktuellen Vorlesungsthemen
auszuleihen. Glück gehabt, wir waren die ersten und niemand kann
uns jetzt unseren Wissensvorsprung noch streitig machen.
In der Mensa sind dann doppelt so viele
doppelt so große Stände von KEIM aufgebaut. Wir lassen uns
dazu überreden, nach unserem Studium alle wichtigen globalen
Unternehmen der nächsten 50 Jahre zu gründen. Eine nette
Geste unter brachial motivierten. Wir arbeiten nebenbei einen
Business-Plan aus, der später den Rookie-Entrepreneurship-Preis
vom Deutschen Institut für Wichtigkeitsforschung (DIW) gewinnt. 13.55 Uhr - Mittagessen: wir sind dermaßen motiviert, dass wir sogar das Räubersteak runterbekommen 14.00 Uhr - Vorlesung: wir stellen ein paar Fragen (weil wir etwas...). 14.44 Uhr - über Handy erfahren wir, dass unser Business-Plan den Rookie-Entrepreneurship Preis gewonnen hat. Das motiviert uns brachial. 15.30 Uhr - wir gehen in den Job-Truck von der HyperVerleih's Bank, wo uns ein Herr Dr. Aal-glatt.com beim Bewerbungs-Check hilft. Der liebe Herr Aal-glatt.com hat leider gar keine Ahnung. Also gehen wir schnell weiter, denn Zeit ist ja bekanntlich Geld. 15.34 Uhr - wir veröffentlichen ein Buch mit dem Titel "Der Student als Produkt, die Universität als Designer", in dem wir in einem Anhang beweisen, dass wir selbst als Produkt erfolgreich am Markt platziert sind, und im internationalen Verdrängungswettkampf trotz enger quality-gates bestehen können. 16.00 Uhr - es ist Softskillwoche! Auf die Jungs von Bonding ist Verlaß! Wir lernen allerlei Softskills, wobei wir schon einige drauf haben. Die wichtigsten Softskills sind: 1.) Denkfähigkeit 2.) Lese- und Schreibfähigkeit 3.) Wie man sich ausdrücken tut. Die Softskills sind die Lieblinge der Personalleiter. Deswegen sind die Softskills auch unsere Lieblinge. Alle Kommillitonen (Konkurrenten, Feinde im Karrierewettkampf) haben wir übrigens soft gekillt. 19.00 Uhr - Abendessen: An dieser Stelle sei einmal erwähnt, dass Nahrungsaufnahme die schiere Zeitverschwendung ist. Statt dessen betreiben wir lieber advanced Autosuggestion, eine neue Motivationsübung aus den USA: Wir stellen uns neutralen Personen gegenüber auf (z.B. den eigenen Eltern, Freund, Freundin etc.) und wiederholen laut und deutlich folgende Sätze: "Ich bin erfolgreich. Ich bin reich. Ich bin sexy. Ich kann alles. Ich bin besser als jeder andere Mensch" undsoweiter. Die Reaktionen besagter neutraler Personen liefern uns praktischerweise gleich Aufschluss über unseren Karrierezustand. Doch halt: Wie kommen wir zu unseren Nährstoffen? Glücklicherweise gibt es inzwischen vielerlei Design-Food für erfolgreich Menschen, da hat man dann all in one, von der Vorspeise bis zur Zahncreme. Befragen Sie hierzu Ihren Motivations- at Erfolgscoach. 20.00 Uhr - wir absolvieren nebenher ein Abendstudium: als Abschluss streben wir einen Bachelor als Chief Executive Sales Finance Human Resource Design Manager an. 21.44 Uhr - der Akku von unserem Laptop ist leer. Was kann man noch ohne Laptop machen? Nichts mehr. Der Tag ist gelaufen. Schade. Wir freuen uns auf den nächsten. Exclusiv möchten wir auf unsere 9 geheimen Geheimtipps für eine glänzende Karriere hinweisen:
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Für die Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft Altes Motto, neuer Clan. Omni
sprach mit Oliver, Christoph und Daniel aus dem im Mai neu gewählten
UStA. (cs,asa) Auf die Frage, welche Ziele der neue UStA verfolge, kam die Antwort prompt: Die Wiederein-führung der verfassten Studieren-denschaft. Klar! Welcher Vorsitzen-de würde das höchste Ziel eines jeden 1977 gegründeten unabhängigen Studierendenaus-schusses nicht weiter verfolgen. Eine ausführliche Beschreibung der Vorgänge im Jahre 1977 gibt es im www unter usta.de. Ein Mitspracherecht in der aktuellen Hochschulpolitik der Universität zu erhalten wäre sehr wünschenswert, so der UStA-Vorsitzende Oliver Brdiczka. Mit dem in diesem Jahr eingeführten neuen Hochschulgesetz wurden die beratenden und beschließenden Gremien der Universität, der kleine und der große Senat zu einem einzigen Senat zusammengelegt. AStA-Vertreter haben dort weiterhin Stimmrecht, doch hier werden von nun an nur noch akademische Belange diskutiert. Der Hochschulrat wurde als neues Organ zur strategischen Ausrichtung der Universität dem Senat vorangestellt. Weder Professoren noch studentische Vertreter sind zur Sitzung zugelassen. Die Mitglieder bestehen einzig aus den Rektoratsmitgliedern der Universität und einigen wissenschaftlichen Persönlichkeiten, die weder unmittelbar der Universität verbunden noch kompetent sein müssen. Nach der ersten Sitzung des Rates hat sich gezeigt, dass eine bestimmte persönliche Meinung vorherrscht und der Informationsfluss vom Rat zu den Studenten nur sehr langsam fließt. Der neue UStA sieht hierin eine Gefahr, da nur der Rektor als einziger Universitätsangehöriger im Hochschulrat sitzt, diesem ein Vorschlagsrecht zusteht, er somit einen Freibrief auf Entscheidun-gen hat. Dank der guten Beziehungen zum Rektorat war es bisher möglich, in einem Gespräch dem Rektor studentische Belange und Ziele mitzuteilen, die dann auch zum Tragen kamen. Doch das geschieht unvernehmlich und bisher ohne rechtliche Grundlage. Das Hochschulgesetz sieht nicht vor, dass der Rektor studentische Vertreter, auch nur zum Zuhören, in den Hochschulrat zuläßt. Alle drei befragten UStA-Referenten sehen es als mittelfristiges Ziel, mindestens einen studentischen Vertreter in den Hochschulrat zu entsenden. Die Wiedereinführung der verfassten Studierenden-schaft wird wohl noch ein Fernziel bleiben. Ein weiter heiß diskutiertes Thema ist die Evaluation. Derzeit evaluieren Fakultäten und Fachschaften an der Universität Karlsruhe mit unterschiedlichen Methoden und mehr oder weniger Ehrgeiz. Daniel befragt derzeit die verschiedenen Evaluierer, sammelt Konzepte und wird nach Sondierung die unterschiedlichen Praktiken vorstellen. Sein Ziel ist eine Evaluierung von unten nach oben, ausgehend von den Fachschaften. Wichtig ist ihm dabei, dass Ergebnisse allen zugänglich gemacht, anschließend Konsequenzen gezogen werden und Druck auf schlechte Professoren ausgeübt wird. Die Landesregierung hingegen stellt sich ein Konzept vor, in dem sich Fakultäten selbst evaluieren und die Ergebnisse dann an eine Kommission schicken, die darüber berät und entscheidet. Vom UStA wird dieses Prinzip geschlossen abgelehnt. Lernräume werden von Studenten gerade im Vordiplom stark in Anspruch genommen, wie uns unsere Interviewpartner auch aus eigener Erfahrung berichten konnten. Doch sind auf dem gesamten Campus alle derartigen Räum-lichkeiten, bis auf das ehemalige Mensa-Cafe "Treff", Stillarbeits-räume. Um echte Teamarbeit zu betreiben, ist ein Arbeitsraum wie der "Treff" jedoch unentbehrlich. Der UStA wird sich daher für den Erhalt des "Treff" und Einrichtung neuer derartiger Räumlichkeiten einsetzen. Desweiteren wird bei Fakultäten nach leerstehenden Räumen angefragt um weitere Arbeitsmöglichkeiten mit studentengerechten Öffnungszeiten einzurichten. Der U/AStA der Universität Freiburg hat einen Antrag zur Erhöhung der Hiwilöhne gestellt, der UStA Karlsruhe wird diesen Antrag unterstützen. Hiwilöhne sind nicht an festgelegte Lohnerhöhungen gebunden und können nur bundesweit von allen Ländern mehrheitlich erhöht werden. Ferner möchte man sich dafür einsetzen, ausländischen Studie-renden ein Bleiberecht in Deutschland zu ermöglichen. Derzeit werden nichteuropäische Studenten nach Abschluß ihres Studiums wieder nach Hause geschickt. Um einen Arbeitsplatz in Deutschland zu bekommen, müssen sie sich für eine Greencard bewerben, wobei sie dann in direkter Konkurrenz zu anderen Bewerbern stehen, die eventuell noch nicht versucht haben, sich in Deutschland zu integrieren. Einen entsprechenden Antrag möchte der UStA auf der Landesastenkonferenz stellen. Auch hat sich der neue UStA gegen Studiengebühren ausgesprochen. Man sollte den Studenten nicht zuerst bezahlen lassen und anschließend die Universität nach Landesvorstel-lungen gestalten. Nach dem Motto: "Ich will was verbessern, also müsst ihr Beitrag zahlen, aber ich weiß noch nicht was ich verbessern will." Zumal auch nicht offengelegt wird, wohin die derzeitigen 1000 DM Studiengebüh-ren verschwinden. Die Universität sieht davon wahrscheinlich nichts. Die Vorstellung der Landesreg-ierung, die Universität sei eine Fabrik und spucke nach 6 Semestern den fertigen Ingenieur aus, stößt hier auf scharfe Kritik. Für ein gutes, schnelles Studium benötige ein Student auch eine gute Infrastruktur, so der UStA-Vorsitzende. So steht die Forderung nach einem transparenten, übersichtlichen, globalen Haushalt. Zuerst sollten die Dienstleistung der Universität erhöht werden, anschließend wären Studenten eher bereit, einen Beitrag zu bezahlen. Doch etwaige Schritte durchzusetzen sei problematisch, da Studierende wie Lehrende keine richtige Lobby besäßen. Im nun folgenden Abschnitt des Interviews haben wir uns mit der Arbeit des UStA befaßt: Momentan müssen sich die jungen Referenten noch in die Alltagsabläufe einarbeiten, gleichzeitig sollen die inneren Strukturen des UStA umgestaltet werden, da in den letzten Jahren viele Referentenposten unbesetzt blieben und somit nur das Nötigste erledigt werden konnte. Für sehr wichtig wird eine Öffentlichkeitsarbeit befunden. Der neue UStA möchte sich dabei unter Karlsruher Studierenden mehr repräsentieren als es bisher getan wurde. Damit werde auch der Beitragsmarkenverkauf gesteigert, so eine Prognose. Das Infoblatt UMAG soll wieder erscheinen und hauptsächlich Informationen aus der studentischen Hochschulpolitik an die Studierenden weiterleiten. Ferner möchte man dafür werben, dass der Studentenserviceverein (SSV) eine Dienstleistung von Studenten für Studenten bietet und nicht, wie von vielen Studenten angenommen, ein kommerzieller privater Betrieb ist. Im Oktober möchte der UStA die Planungen für das Uni-Winterfest 2002 beginnen und ist deshalb eifrig auf der Suche nach Interessenten für das Kulturreferat. In diesem Sommer muß ein UStA-Sommerfest wegen des fehlenden Kulturreferenten leider ausfallen. Der Arbeitskreis für Kultur und Kommunikation (AKK) wird die Karlsruher Tradition aber fortsetzen und hat ein Sommerfest organisiert. Im UStA findet man es zwar schade, dass es kein eigenes Fest gibt, das AKK-Sommerfest wird aber als sehr positiv bewertet und auch unterstützt. "Ohne das AKK wären Unifeste sowieso nie möglich gewesen", meint Oliver und unterstreicht nochmals die Suche nach einem Kulturreferenten. Interessenten mögen sich bitte an ihn wenden. Auf unsere Frage, warum nun statt eines Gregor Gysis ein handsigniertes Guido Westerwelle-Plakat an der Wand hängt, meinte Oli, dass dies bloß ein Witz sei. Die LHG-Mitglieder im UStA seien in keiner Weise der Bundes-FDP, noch anderen politischen Gruppen verbunden. Man setzte hier auf eine Organisation von unten nach oben und sähe sich selbst als Vertreter der Studierenden in Karlsruhe. Im Unterschied zu ihren Vorgängern möchten sich die Referenten nicht so sehr zu allgemeinpolitischen Dingen äußern. Damit vergraule man nur die Studenten. Der Schwerpunkt liege also in Zukunft mehr auf dem Dienstleistungssektor und hochschulpolitische Angelegenheiten, nicht wie zuvor bei allgemeinpolitischer Arbeit. Ein UStA solle sich beispielsweise nicht zu Castor-transporten äußern und nicht zu Protestbewegungen aufrufen. Man erreiche zwar eine breite Menge, doch viele Studenten würde man damit auch vor den Kopf stoßen. Anders wäre es bei einer Demonstration gegen rechte Gewalt. Da die Universität einen Ausländeranteil von 20% besitzt, würde man sich hieran beteiligen. Die meisten UStA-Referenten sind noch im Grundstudium und möchten es erfolgreich absolvieren. Durch Parallelität von Studium und Referat sollen die Ämter auch für Nachfolger attraktiv gestaltet werden. Doch mit den durch einen Hiwilohn vergüteten 40 Stunden im Monat komme man nicht weit. Durch die Einarbeitung würden es schon mal 40 Stunden in der Woche. Im Tagesgeschäft fällt allerhand an und oft entstünden Fragen, denen man mühsam nachgehen muß. Doch zum Glück gäbe es noch ein paar alte UStA-Referenten, die beratend zur Seite stünden. Der Finanzer Michael wurde besonders gelobt. Ohne ihn wäre der Wechsel des UStAs wohl viel schwerer über die Bühne gegangen.
Der neue UStA im Überblick
Übrigens, den UStA gibt's auch im Internet: http://www.usta.de
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dem Lutz sein Meinung (lf) Heutzutage muss man ja zu allem
eine Meinung haben: Es gibt schon wieder einen Volksentscheid habe
ich gehört, und wieder zur U-Strab - als hätten wir nicht
letztens erst einen gehabt. Aber das ist ja jetzt in, so
Volksentscheide, das wollen jetzt alle, und keiner denkt an mich, was
ich für einen Stress damit habe. Ich habe doch keine Ahnung. Auch nicht von Straßenbahnen. Ich weiß, dass man zum Einsteigen den Knopf drückt und ohne Ticket 60 Mark zahlt. Fahrplanlesen kann ich auch meistens, außer am Wochen-ende, aber das war's schon und bitte, das langt ja wohl auch. Keinesfalls weiß ich, wieviel Röhren unter die Kaiserstraße müssen oder wie die Bahnen da im Tunnel auf Sicht fahren oder wie das mit dem Abbiegen gehen soll - will ich auch gar nicht wissen, ist mir egal, fertig aus. Aber wenn die Ernst machen und es gibt jetzt wegen jedem Mist Bürgerentscheide, dann hab ich ein Problem. Die Iren haben sogar über die EU-Osterweiterung abstimmen müssen. Na herzlichen Glückwunsch, was weiß ich denn vom Osten? Früher war das einfach, da war da der "Ostblock", hinter dem Ostblock nur noch Japan, und der Ostblock ist bäh - alles andere war egal. Heute gibts da 700 kleine Frickelländer, von denen ich noch weniger weiß als von Straßenbahntunneln. Zum Beispiel Moldawien - wo zum Teufel ist das überhaupt? Wenn wir nicht mal gegen die in der Qualifikation zur Fußball-EM gespielt hätten (3:1 und 6:1), wüsste ich gar nicht, dass es das gibt. Ich weiß nicht, ob das am Meer ist oder nicht, welche Währung die benutzen, wie die Hauptstadt heißt wenn die überhaupt eine haben, ob die Autos bauen und welche, ich weiß noch nicht mal, ob die überhaupt in die EU wollen, soll aber drüber entscheiden. Oder ob der Clement diese Stammzellen aus Israel mitbringen darf. Oder ob man PID erlauben soll, Prä-Implementations... nein, da geht's schon los, ich weiß gar nicht, was das heißt, geschweige denn wie das geht und ob das nicht eh schon erlaubt ist, aber soll gefälligst wissen, ob es ethisch verwerflich ist, wenn man dem Embryo schon ansehen kann, ob der sich in 15 Jahren beim Fußball mal das Bein bricht. Inkubation? Intonation? Post oder Prä? Was weiß ich... Und am Ende lassen die noch von den ganzen Stammtisch-Proleten das Asylrecht abschaffen, nur damit sie's nicht selbst waren, weil Asylrecht abschaffen kommt nicht gut in den Medien. Dann heißt's, das Volk hat's so gewollt. Und wenn das Volk das nicht so gewollt hat, wie bei der U-Strab, dann wird nochmal abgestimmt. Das könnte dem Stoiber so passen. Der würde sich ja auch per Volksentscheid zum Kanzlerkandidaten küren lassen, weil die Union das ja allein nicht auf die Reihe kriegt. Nein, ohne mich, mich mit Stoiber befassen, soweit kommt's noch.
Mir reicht schon die U-Strab, da bin
ich gegen, aus gutem Grund: U-Strab ist nämlich scheiße.
Sagt die Astrid. Und die Astrid weiß sowas. Ich glaub, ich muss
die Astrid mal fragen, welche Autos die in Moldawien bauen... sicher
ist sicher. |
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Bretonisches Fischgericht - Marcel Huber quirlt Falls ihr freitags Fisch essen
wollt, aber leider nicht in die Mensa kommt, habt ihr nun eine sehr
leckere Alternative. Man benötigt für vier Personen bei
kleinem Geldbeutel :
Nach erfolgreichem Kauf den Fisch waschen und abtrocknen, anschließend mit Salz und Pfeffer marinieren, sowie mit Zitronensaft beträufeln. Das Gemüse waschen und bei Lauch und Schalotten die dunkelgrünen Teile abschneiden und umgehend mit einer feierlichen Zeremonie in der Biotonne bestatten. Den Stangensellerie in 2 cm lange Stücke schneiden, mit dem Fenchel ähnlich verfahren, diesen allerdings in Streifen schneiden. Die Karotten je nach Ehrgeiz schälen und in mittelmäßig dünne Scheiben zerkleinern. Lauch & Schalotten nach gründlicher Reinigung in Ringe hacken, vor allem auf den Sand zwischen den Blättern achten, ansonsten knirscht es ziemlich furchtbar beim Essen. Wenn jetzt der Reis noch gewaschen ist, habt ihr die Vorbereitung erfolgreich überstanden. Somit haben sich alle angehenden Köche eine Pause verdient und falls Ihr den Wein entgegen aller Anweisung noch nicht weggekippt habt, könnt Ihr ihn nun trinken. Wie sicherlich klar ist, muß ich zu einem Fischgericht einen trockenen Weißwein empfehlen.
Zuletzt folgt nun das Anfertigen dieses
christlichen Mahls. Man nehme das Öl und gebe etwas davon in die
möglichst große Pfanne und erhitze es dort. Zuerst brät
man den Lauch + die Schalotten mit Salz gewürzt an, dann kommen
die restlichen Gemüse dazu und werden auch kurz mit
angebrutzelt. Mit dem Schluck Wein anfeuchten, damit etwas Sud
entsteht und die Kräuter reinschmeißen. Am besten schon
einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken und zwischendurch immer
kräftig rühren, dabei nicht das Gemüse zermatschen.
Die Zutaten nun auf mittlerer Hitze etwas dünsten lassen, aber
bitte nicht jetzt schon garen , da das Kochen noch nicht beendet ist.
Am Schluss die Fischfilets obenauf legen und mehrere Minuten ziehen
lassen. Schlussendlich die Creme fraiche unterrühren, so dass
eine sämige Soße entsteht und kurz einwirken lassen. Dabei
müsst ihr aufpassen, dass Euch die wohlgeformten Filets nicht
zerbröseln, das sieht sstümperhaft aus. Nebenher solltet
ihr aber nicht vergessen den Reis zu kochen. Jetzt könnt Ihr
diese Köstlichkeiten auf vorgewärmten Tellern anrichten und
mit einem Zitronenscheibchen, sowie einem Dillzweig garnieren. Danach
bitte mit einem gut gekühlten Weißwein servieren. Lasset
Euch den Fisch schmecken. |