Inhaltsverzeichnis



die Seite zwei
Editorial


das Wort zur Ausgabe
Tofuwabifi


Karlsruher Leben
in dubio contra reo - Die Zerstörung der HfG

Du und Deine Uni
Studentischer Alltag, mal anders...

Aus aller Welt
ein kleiner spanischer Erlebnisbericht


Deine Uni und Du
Schließung des Treffs
dem Lutz sein Meinung


Literarisches
wie zu operieren einem portablen Computer


das Letzte
Marcel Huber quirlt
Studiengebühren-Ticker









Editorial

Dies ist nun also die erste Ausgabe von omni, der unabhängigen Studierendenzeitung. Wer macht omni und für wen? Wofür steht omni? Wir, die omni-Redaktion, sind ein Arbeitskreis (AK) des UStA der Uni Karlsruhe, der sich aus Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammensetzt. Unterstützt werden wir in unserer Arbeit (hoffentlich) durch die Beiträge engagierter Autoren, mit deren Hilfe wir eine Vielzahl verschiedener Themen diskutieren möchten. Inhaltlich unterscheiden wir uns von anderen universitären Printmedien dadurch, daß bei uns auch und gerade Politisches seinen Platz findet. Kontroversen sind hierbei durchaus erwünscht. Als Leserschaft stellen wir uns ein möglichst breit gefächertes Publikum mit einer kritischen Geisteshaltung vor. Wir hoffen, daß es uns mit dieser Ausgabe gelungen ist, die oben genannten Grundsätze umzusetzen. So sind dieses Mal sowohl unispezifische Themen als auch Aktuelles aus Karlsruhe vertreten. Abgerundet wird das ganze durch leicht verdauliche Beiträge wie z.B. Marcel Hubers Kochtipps. Als junges Team suchen wir natürlich jede Menge helfende Hände und Köpfe. Von eurer Bereitschaft zur Mitarbeit in der Redaktion oder als Autor wird der weitere Weg dieser Zeitung bestimmt werden. Kommt doch einfach zu einer unserer Redaktionssitzungen (immer donnerstags ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten des UStA) oder schreibt an Leserbriefe@omni-zeitung.de. Geplanter Er-scheinungstermin unserer nächsten Ausgabe ist der 25. April 2001. omni wird auch bald online zu lesen sein unter www.omni-zeitung.de. Bis zur Fertigstellung der online-Version kann es allerdings noch etwas dauern. Zum Schluß möchten wir uns noch beim Studierendenparlament und dem UStA der Uni Karlsruhe bedanken. Denn ohne deren Unterstützung wäre das Erscheinen von omni nicht möglich gewesen. Und nun viel Spaß beim Lesen.



Die Redaktion





Tofuwabifi*

oder die schwere Suche nach dem richtigen Namen



(sd) Sicherlich habt ihr euch noch nicht gefragt, woher unser Heft denn eigentlich seinen Namen hat. Wir verraten es euch trotzdem:

Phase 1 - der Urknall
Die Redaktion beschließt mit großer Mehrheit, daß die neue Zeitung einen Namen haben soll. Alle sind zufrieden und gehen nach Hause.

Phase 2 - das Brainstorming
Bei der Namenssuche setzen die Redakteure auf Spontaneität: Alle sitzen im Kreis und jeder sagt das, was ihm gerade einfällt. Die dabei entstehenden Ideen spalten das Redaktionsteam schon bald in zwei Lager auf. Es kommt zu heftigen Diskussionen: Während Ludwig, Christian und Katrin im Herbst in den Harz fahren wollen, kaufen Wolle, Stefan und Carsten Gemüse lieber auf dem Markt ein. Weitere Ergebnisse liefert die Sitzung nicht.

Phase 3 - Brainstorming forte
Zum wiederholten Male sitzen die Redakteure beisammen. Es herrscht angespannte Stille. Jeder versucht, sich an besonders exotische Begriffe aus dem Lateinunterricht in seiner Schulzeit zu erinnern. Zur Unterstützung werden zusätzlich der große DTV-Atlas der Mythen und Legenden sowie ein Fremdwörterbuch herangezogen. Alle suchen fieberhaft das EINE  Wort, das zugleich geheimnisvoll und ein wenig intellektuell klingt, das Visionen von einer besseren Welt heraufbeschwört, das den alles durchdringenden Blick, den scharfen Wortwitz des Journalisten spürbar macht und sich kurz und prägnant wie ein Blitzschlag in das Hirn des Lesers brennt.
»Homoioteleuton« zum Beispiel...

Phase 4 - Wir rufen Dich, Gallaktika!
Die Redaktion beschließt mit großer Mehrheit, daß jetzt endlich ein Beschluß gefaßt werden muß. Es wiederholen sich die Phasen zwei und drei.

Phase 5 - der göttliche Funke
omni

Und damit ihr auch einmal seht, wie unser Heft nicht heißt (und was wir euch erspart haben), hier die Top 37 der „Abfallprodukte“ unserer Suche nach dem Namen:


banal
Februar 8
UNIform
kUNIbert
UNIted States of America
Der Schützengraben
Duden
Der Atom
excuse us
blow job
Der Spoiler
a la carte
GSG 18
Eigenbedarf
Der Denunziant
Die Kolatsche
Kobi (Abk. „Kommando bimberle“)
Der Brüller
Gyros!

Lack & Leder
Der Pommeskühler
Hörmuschel
Sprechmuschel
Schließmuschel
Witwe Bolte
anal intruder
Südwestfleisch
ein Käfig voller Zeitung
Sprüdel
Sturm & Druck
Sturm & Harn
Harn & Drang
Sandre Dechsel aus München
Der Postfrosch
Die Magazininnen
Der Öttler
!reib
Der Postfrosch



*Tofuwabifi leitet sich vom hebräischen Wort Tohuwabohu her, was soviel wie heilloses Durcheinander bedeutet. Die Teile »Tohu« und »Bohu« wurden durch »Tofu« und »Bifi« ersetzt, damit sich sowohl Vegetarier als auch Carnivoren nicht ausgegrenzt fühlen.






Stellenmarkt

Für unser junges, kreatives und dynamisches Redaktionsteam suchen wir zum 1.2.2001 (und auch darüber hinaus)

eine(n) RedakteurIn.

Sie sollten teamfähig, offen, kontaktfreudig, sprachgewandt und tierlieb sein. Schicken Sie Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen an Bewerbung@omni-zeitung.de oder besuchen Sie uns bei einer unserer nächsten Redaktionssitzungen, jeweils Donnerstags ab 18:00 Uhr in den Räumlichkeiten des UStA.




In Dubio Contra Reo


HFG BILD1Am 16.12.2000 stürmten zwei Hundertschaften der Karlsruher Polizei das ehemaliges Gebäude der Hochschule für Gestaltung (HfG) in der Schwarzwaldstraße. Das Gebäude beherbergt auch die »Ex-Steffi«. Nachdem ein Sondereinsatzkommando (SEK) der Polizei sich Zugang zu dem Gebäude verschafft hatte, wurde es systematisch zerstört. Weder Sinn und Zweck, noch Rechtmäßigkeit dieser Aktion sind bis zum Erscheinen dieser Ausgabe geklärt. Der Versuch von omni, Licht ins Dunkel zu bringen erwies sich als schwierig. Daher beschränken wir uns in dieser Ausgabe auf zweierlei: Erstens will omni die Sachverhalte detailliert darstellen, zweitens die dabei aufkommenden Fragen diskutieren. Eine hoffentlich hinreichende Beantwortung dieser Fragen durch die Stadt und den weiteren Verlauf erfolgen in der zweiten Ausgabe von omni.


HFG BILD2(ws) Das betreffende Gebäude der »Ex-Steffi« befindet sich auf der Rückseite des Hauptbahnhofs in der Schwarzwaldstraße 79. Ein Teil des Gebäudes wurde vor drei Jahren renoviert und stand der Hochschule für Gestaltung als Wohnraum zur Verfügung.  Die HfG nutzte das Gebäude allerdings nur spärlich und zog somit im November des vergangenen Jahres aus. Danach stand das Gebäude offen und war für jedermann zugänglich, ebenso wie der Gebäudeteil der »Ex-Steffi, da ein innerer Durchgang bestand. Bewohner der »Ex-Steffi« tauschten das Schloß am Eingang der HfG aus, was zum einen unrechtmäßig ist, zum anderen aber auch verständlich erscheint: Wer wohnt schon gerne in einem Haus, das man nicht abschließen kann? Es wurde ein Hinweis am Eingang befestigt, ein Schlüssel für das neue Schloß liege in den Räumlichkeiten der »Ex-Steffi« bereit. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Am Morgen des 16.12. rückten ein SEK und zwei Hundertschaften der Karlsruher Polizei auf dem Gelände der Schwarzwaldstrasse 79 an. Das Gebäude wurde umstellt, über Megaphon wurden „sich widerrechtlich aufhaltende Personen“ aufgefordert, das Haus zu verlassen. Allein: es existierten zu keinem Zeitpunkt solche Personen, niemand hielt sich in den ehemaligen Räumlichkeiten der HfG auf. Im folgenden hatte die Polizei das besondere Vergnügen, ein leeres Gebäude zu erstürmen.
Im weiteren Verlauf des Polizeieinsatzes wurden die Räumlichkeiten unbewohnbar gemacht. Die Beamten der Polizei, Feuerwehr und Stadtwerke legten dabei eine unerwartete Gründlichkeit an den Tag: Fenster, Rolläden, Türen, Sanitäranlagen, Treppenaufgänge und Wasserleitungen wurden zertrümmert. Inzwischen sind alle Fenster und Türen des Gebäudeteils vermauert.
Denk' ich an Deutschland in der Nacht...
...bin ich um den Schlaf gebracht. Die Vorgehensweise der Stadt Karlsruhe hinterläßt einen bitteren Nachgeschmack. Sie läßt Umgangsformen außer acht, die man in einem demokratischen Land erwarten darf. Reicht zum Beispiel die „Vermutung“ einer Hausbesetzung aus, um dieses Haus sozusagen prophylaktisch zu zerstören? „Eine Dublizität mit den Ereignissen 1995 in der Stefanienstraße sollte“, so der karlsruher Polizeisprecher Dieter Werner, „verhindert werden.“
In Deutschland handelt die Polizei aufgrund von Tatverdächtigungen, und dies ist auch notwendig. Daß allerdings gleich 200 Polizisten notwendig sind, ein leerstehendes Gebäude einzunehmen, scheint übertrieben.
Und wie erklärt sich die anschließende Zertrümmerung der Hauseinrichtung? Selbst- verständlich konnte man jetzt zur Verhinderung von Hausbesetzungen alle Häuser vorsichtshalber zerstören, aber ist das wirklich sinnvoll? Der Grundsatz der Rechtssicherheit, nämlich im Zweifel für den Angeklagten zu stimmen, scheint hier ad absurdum geführt: Bevor dieses Haus besetzt werden könnte, machen wir es kaputt. Bevor der potentielle Dieb etwas klauen könnte, hacken wir ihm die Hände ab. Armes Deutschland, haben wir das nötig?

Auch zur Rechtmäßigkeit der Vorgehensweise der Stadt Karlsruhe gibt es widersprüchliche Angaben. So werfen die „Ex-Steffi“-Bewohner der Stadt vor, nicht mit ihnen zuvor über eine weitere Nutzung des HfG-Gebäudes verhandelt zu haben. Sie berufen sich dabei auf den Mietvertrag zwischen der Stadt Karlsruhe und dem Verein „Selbstbestimmtes Leben e.V.“Das Presse- und Informationsamt der Stadt spricht eine andere Sprache (Auszug aus einer Presseinformation vom 18.12.2000):
„[...] ‘Wir haben dem Verein ‘Selbstbestimmtes Leben e.V.’ zu keiner Zeit zugesichert, ihm den HfG-Flügel auf jeden Fall zur Verfügung zu stellen’, korrigiert Bürgermeister Denecken Interpretationen der ehemaligen Steffi-Bewohner. ‘Der Passus im Überlassungsvertrag besagt klar, daß wir zuerst mit den Nutzern bei Freiwerden des von der HfG genutzten Gebäudeteils Verhandlungen aufnehmen-unter der Voraussetzung, daß wir diesen Teil neu vermieten wollen.’ Die Gespräche mit möglichen Investoren auf dem Gelände des südlichen Bahnhofareals ließen eine Neuvermietung im Sinne der Stadtentwicklung aber unangemessen erscheinen. [...]“

Und jetzt? „Als nächstes kommt der Bagger“, so Karlsruhes Sozialbürgermeister Denecken.



Wie es weitergeht, erfahren wir in der nächsten Ausgabe von omni.


Weiterführende Links unter www.exsteffi.de








Studentischer Alltag, mal anders...



(cs) Schon wieder diese Typen mit den vielen Zetteln vor der Mensa. Das interessiert mich doch gar nicht was da drauf steht. Geschaftt! Spießrutenlauf zu ende. Mal schauen was es heute zum Essen gibt. Pfannengyros mit...  Jetzt hat mir der doch tatsächlich einen Zettel in die Hand gedrückt, ist mir doch völlig wurscht, was da drauf steht. Wo ist denn der nächste Mülleimer. "Ob ich was will? Beim Uni-Fest helfen? Wozu denn?" Pfannengyros ist eigentlich nicht so der Hit. "Damit ich mich auch mal sozial engagiere an der Uni? Wieso?"
Man jetzt nervt der aber. "Natürlich gehe ich auf's Uni-Fest nächste Woche!" Uni-Festplakat, die happy, lunazone, bestimmt coole Mucke... "Was? Nächstes Jahr gibt's kein Uni-Fest?" Der UStA hat zu wenig Leute. Was hat denn der UStA damit zu tun. "Was hat denn der UStA mit dem Uni-Fest zu tun, das ist doch nur so eine Hochschulgruppe..." "Ach so? Erklär mir das doch mal genauer!"  "Aha." "Ach so" "Mmmm."... 

[...]

... "Ja cool! Hey, jetzt hab ich ja ewig mit Dir geredet. Ich muß unbedingt noch was zu Essen bekommen. Also bis morgen, dann möchte ich mir mal die UStA-Druckerei angucken."

[...] Da hat mich mal wieder was fasziniert und eine Weile aus meinem Alltag gerissen.
Der nette UStA-Mensch von heute Mittag hat mich um ein Stück elementares UNIversalwissen bereichert. Was hat er mir doch gleich erzählt...

... da war der unabhängige Studierendenausschuß, kurz UStA. Im Jahr 1977 wurde er gegründet, nachdem die damalige amtierende CDU-Regierung einen Paragraphen zur Abschaffung der Verfaßten Studierendenschaft formuliert hat. Das war dann das Aus für die damaligen politisch aktiven ASten. Die Studis ließen sich das nicht gefallen und schufen ein unabhäniges Modell auf der Basis der alten verfaßten Studierendenschaft. So gibt es heute die Uni-Vollversammlung als oberste Instanz, obwohl sie laut Gesetz verboten ist. Sie besteht aus Dir, mir und allen anderen eingeschriebenen Studis. Nach ihren Entscheidungen müssen sich alle anderen Instanzen des UStAs richten. 
Die Uni-Vollversammlung tagt aber ganz selten. So ein Event ist nicht leicht zu organisieren. Schließlich müssen sich alle Studies irgendwo versammeln und abstimmen. 

Daher gibt es das Studierendenparlament, um Entscheidungen für die Uni und für Dich und mich zu treffen. Man kann sich das etwa so wie den Bundestag vorstellen. Es gibt insgesamt 25 Sitze und die Kandidaten werden direkt gewählt und gehören verschiedenen Fraktionen an. Doch die Ziele und Meinungen einer Fraktion sind nicht zu vergleichen mit einer bundespolitischen Fraktion. Einmal im Jahr finden Wahlen statt. Dabei werden die Kandidaten für das Studierendenparlament und die jeweiligen Fachschaftsvertreter gewählt.
Ja genau, die Fachschaften. Da war ich auch schon des öfteren und habe mir Prüfungsprotokolle ausgeliehen. 
Das ist aber ein Service, den jede Fachschaft für sich bestimmt. Im unabhängigen Modell spielen sie eine andere, aber wichtige Rolle. Die Fachschaft bilden alle eingeschriebenen Studis einer Fakultät. Bei den Wahlen wird ein Fachschaftsleiter und ein Fachschaftssprecher gewählt. Einer von beiden kann auf der sogenannten wöchentlich stattfindenden Fachschaften-konferenz erscheinen. Außerdem erscheint da noch der UStA-Innenreferent. Bei fröhlichem Beisammensein werden nun Informationen untereinander ausgetauscht.
Einmal im Semester wählt das Studierendenparlament zwölf Menschen aus, die sich um die Belange der Studis kümmern. Jeder von ihnen hat ein UStA-Referat inne und gemeinsam bilden sie den unabhängigen Studierendenausschuß. Unter den Zwölfen gibt es den Vorsitz. 

Fakt ist, es gibt keine Interessierten mehr an den Referaten. Im Mai geht der amtierende Vorsitzende und mit ihm der doch so wichtige Uni-Fest Veranstalter, der Kulturreferent. Laß Du Dich doch begeistern! Im Mai wird ein neuer UStA gewählt und dafür werden im Moment Kandidaten für jedes Referat gesucht. Solch ein Referat wird sogar mit einem HiWi-Lohn vergütet.
Aber das Wichtigste erscheint mir, daß das bestehende Studi-Leben an der Uni fortbesteht, die politischen und kulturellen Interessen von uns vertreten werden und die Universität nicht zu einem reinen Dienstleistungsunternehmen verkommt!
Melde Dich, so lange noch Zeit ist. Der UStA und ich sind gerne bereit, alle Deine Fragen zu beantworten.
Der Mensch auf diesem Stuhl muß gut aktiv sein. Er managed Organisatorisches, kann in den Senat gewählt sein, leistet Öffentlichkeitsarbeit, ist für alles verantwortlich und und und. Der Außenreferent hält Kontakt zu den anderen USten und ASten im Land und der Innenreferent kümmert sich um alles an der Uni. Die Rechenschaftsberichte der Referenten sind öffentlich zugänglich und da steht so manches drin, was an Arbeit geleistet wurde. Auch zu den Fachschaftssitzungen und Studierendenparlamentssitzungen darf kommen, wer mag....
... da war doch noch was! Nächstes Jahr gibt es kein Uni-Fest mehr! Das darf doch nicht sein! Was kann man dagegen tun?





Ein kleiner spanischer Erlebnisbericht


(cf) Es ist bemerkenswert, welche Eindrücke bei einem Besuch Madrids haften bleiben. Natürlich ist das angenehme Klima im November erfreulich, das Nachtleben herrlich und Kultur massenhaft vorhanden. Doch ich möchte von meinen Erlebnissen abseits des Touristenstroms berichten, die ich dank eines Erasmusstudenten erfahren durfte.
Für einen Austauschstudenten stellt sich in Madrid zunächst die Frage nach dem Studiengang. Eine moderne Universität für Informatik befindet sich außerhalb Madrids, abseits jeden Nachtlebens oder Kulturaustauschs. Das altehrwürdige Polytechnikum, die älteste Ingenieursschule Spaniens, hat seinen Sitz in der Innenstadt.In eben diesem durfte ich einen Nachmittag verbringen, um zu erfahren, wie eingeengt das Leben in einer Universität sein kann. Den dortigen Lehrbetrieb würde ich als verschult bezeichnen. Es gibt ein Klassensystem dessen Mitglieder den ganzen Tag beisammen bleiben. Auch der Unterrichtstil erinnert mehr an die Schulzeit, als es noch an der Tagesordnung war, Schüler an der Tafel abzugefragen. Jene Klassenräume ähneln einer amerikanischen High-School;auch Spinde sind vorhanden, die sich auf den Gängen breit machen. Alles in allem beherbergt ein großer Altbau den gesamten Universitätsbereich, von einem Campus keine Spur. Es existiert eine Mensa mit kleiner Cafeteria und auch ein Rechnerraum neben der Bibliothek. Doch alles ist  immer noch um Dimensionen kleiner als die hiesigen Ausmaße. Wobei jene Werkshallen, die sich an den Bau anschließen, durchaus in unserer Uni beheimatet sein könnten. Sei einmal dahingestellt, wo die bessere fachspezifische Ausbildung zu finden ist, in dem auf sechs Jahre angelegten Studium in Madrid oder in jener Anstalt, in der wir unser Dasein fristen. Festzuhalten bleibt jedoch, daß das studentische Klima unserer Universität weit mehr für die Schulung des Freigeistes zu bieten hat. Auch die Angebotsvielfalt einer solch beengten Institution läßt viele  Wünsche offen. Ein Sportgelände wird man dort vergeblich suchen.So möchte ich noch ein Wort über Privatschulen verlieren. Man erkennt Ihre Insassen im Stadtbild an den auffallenden Uniformen, wenn sie in Scharen auftreten.Das wichtigste Kriterium einer solchen Schule vorweg: Geld. Dort ist jene finanzielle Elite repräsentiert, deren Kinder die bestmögliche Ausbildung erhalten sollen und sie durch finanzielle Nachhilfe auch erhalten. Das Prunkschloss „El Escorial“ beheimatet ein solches Internat. Leider konnten in Francos Diktatur Mitläufer des rechten Spektrums zu Geld kommen. Diese haben nun die Möglichkeit, ihren Nachkommen eine exzellente Ausbildung zu bieten. So konnte ich miterleben, wie eben diese gutsituierten jungen Studenten ein Erinnerungsfoto mit Hitlergruß anfertigten. Dies mag vielleicht ein Einzelfall gewesen sein, der jeglicher Verallgemeinerung entbehrt, es ist jedoch ein Einzelfall, der mich in meiner abneigenden Haltung gegenüber Privatschulen bestärkt hat.
Sobald man die Möglichkeit hat, hinter die Kulissen zu blicken, bleiben viele schöne Eindrücke erhalten. Ich möchte dort kein Studium absolvieren, jedoch jederzeit wieder hinfahren, um meine Meinung zu überdenken.




Einladung

Immer Donnerstags ab 18:00 Uhr findet in den Räumlichkeiten des UStA unsere Redaktionssitzung statt. Wer Interesse hat kann da gerne einfach mal so vorbeischauen...

Ausserdem sind wir auch unter mail@omni-zeitung.de zu erreichen.




Konzeption zur Minimierung der sozialen Diskussions- und Lernangebote an der Universität Karlsruhe


Cafete Bild1(cf/ls) Die omni-Redaktion wurde über Pläne des Studentenwerks informiert, die die Schließung des offenen Treffs beinhalten. Die nicht mehr als Cafeteria genutzten Räumlichkeiten sollen danach in ein Service-Zentrum des Studentenwerks umfunktioniert werden. Im Rahmen dieser Maßnahmen sind weitere Umzüge im Gespräch. Dies sind bisher Konzepte in der Diskussion, die uns veranlaßt  haben, zu recherchieren. Ein Großteil der sozialen Dienstleistungs- und Beratungsangebote soll an einer zentralen Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Dies sind im Einzelnen: Kinderbetreuung, Darlehensvergabe, studentische Versicherungen, Rechtsberatung, Betreuung ausländischer Studierender, Bafög Unterstützung, Behindertenberatung, Wohnheimverwaltung und Zimmervermittlung, die bis dato über Mensa und Studentenhaus verteilt sind. Den Studierenden sollen somit unter Umständen längere Öffnungszeiten, Beratung auch bei Personalengpässen und beschleunigte Abwicklungszeiten ermöglicht werden. Die Argumente des Stundenten-werkes orientieren sich dabei an Mietkosteneinsparung für die Psychologische Beratungsstelle (PBS), Verbesserung der Personalplanung und der Bereitstellung akzeptabler Arbeitsplätze.Kommt diese Absicht wirklich der Mehrheit der Studenten zugute? Zur Zeit wird der fragliche Bereich sehr stark frequentiert. Er dient sowohl als Treffpunkt, Diskussions- und auch  Lernforum der Universität Karlsruhe. Die Frage nach einer Ausweichmöglichkeit im Falle einer Schließung steht im Raum; ein Blick hinein offenbart rege Geschäftigkeit, die durchaus im Sinne der Universität steht. Um diesen Sachverhalt zu überprüfen wurde von unserer Redaktion eine Befragung vor Ort durchgeführt.

Cafete Bild2Die Befragung richtete sich vorwiegend an die Besucher des Treffs. Dabei wurde nach Häufigkeit der Inanspruchnahme, kommerziellen Nutzung der alten Cafeteria sowie Grund der Anwesenheit gefragt. Weiterhin interessierten uns Ausweichmöglichkeiten, die Meinung bezüglich des Angebotes und der Pläne des Studentenwerkes.Dabei wurde deutlich wie sehr diese Räumlichkeit gewünscht wird. Von hundert Befragten gaben 59% an öfter als zwei mal die Woche jenen Bereich für mehrere Stunden zu nutzen. Weitere 24% halten sich zwei mal wöchentlich, 13% ein mal wöchentlich und nur 4% seltener dort auf. Auf die Frage wie häufig das Verkaufsangebot der gegenüberliegenden Cafeteria  wahrgenommen wird, antworteten 48% mit "regelmäßig" , 32 % mit "ab und zu" und 20% mit "eher selten".Sehr deutlich war zu erkennen, daß über 90% der Befragten den Treff  überwiegend als Lern- und Arbeitsraum nutzen. Dabei schätzen sie vor allem das gute Arbeitsklima. Ihre Gründe sind die Möglichkeit zur offenen Diskussion, große Arbeitstische, die Gruppenarbeit ermöglichen, des weiteren die zentrale Lage, und ausreichend Ruhe zum Arbeiten die Sie an anderer Stelle vermissen. Verwunderlicherweise schätzen Nichtraucher die smog-freie Atmosphäre und Raucher die Möglichkeit ihrer Sucht zu frönen. Fraglich ist, ob die alte Cafeteria die Menge an Studierenden überhaupt aufzunehmen vermag.
Einige Befragte zeigten sich bestürzt, als sie von den Plänen erfuhren, da ihnen keine Ausweichmöglichkeit bewußt war. Manche auswärtige Studenten sehen keine Aufenthaltsgelegenheit zwischen den Vorlesungen und sind, nach ihren Angaben, auf die Arbeitsplätze angewiesen. Andere haben in ihren Wohnheimen zu wenig Platzangebot zur Gruppenarbeit. Eine genannte Ausweichstelle, das Rechenzentrum, stellt keinen adäquaten Ersatz dar, es herrsche dort keine annehmbare Arbeitsatmosphäre, an den Arbeitsplätzen sei Ruhe gefordert und deswegen keine Diskussion oder Gedankenaustausch möglich. Das gleiche trifft auch auf die Bibliothek zu, die damit nicht als Lernraum in Frage kommt. Ein weiterer interessanter Punkt ist der Austausch mit Angehörigen höherer Semester. Für viele der Befragten würde der Wegfall der Räumlichkeiten einen Verlust bedeuten. Nebenbei war auch einmal von einer Sitzblockade die Rede. Ein anderer Student äußerte sich so: Es ist genial, daß dieser Raum so lange geöffnet ist, so treffen wir uns alle zentral und nicht in einem Vorort von Karlsruhe!
Manche Studenten fragten sogar nach einer Verlängerung der Öffnungszeiten, um das Angebot noch länger nutzen zu können.
Aus dieser Befragung wird offensichtlich, wie wichtig den Studierenden ein solcher Gemeinschaftsraum ist. Die Schließung einer solchen Institution wäre ein Verlust für die Universität Karlsruhe, die Studienkultur hätte darunter zu leiden.
Wir unterstützen die Forderungen unserer Kommilitonen zur Erhaltung der Lern- und Arbeitsfläche. Jedoch ist die Argumentation des Studentenwerkes schlüssig und berechtigt - dies wurde im Gespräch mit dem Geschäftsführer des Studentenwerkes deutlich. Zugleich signalisierte er die Bereitschaft zu einem Kompromis, um eventuell nur einen Teilbereich zu verändern. So bleibt die Hoffnung, daß die plausiblen Forderungen der Studenten nicht ungehört verklingen und eine einvernehmliche Lösung gefunden werden kann. Nicht zuletzt obliegt die Bereitstellung einer solchen Institution der Universität selbst in Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Keinesfalls ist es dem Studentenwerk aufzubürden, die finanzielle Last einer, so sollte man meinen, selbstverständlichen Einrichtung alleine zu tragen. Schließlich ist es Aufgabe der Universität für optimale Studienbedingungen Sorge zu tragen.





Dem Lutz sein Meinung


(lf) Ich weiß ja nicht, ob das schon jemand aufgefallen ist, dass auf dem Uni-Campus im Moment wie wild gebuddelt wird, auf dem Forum bauen sie ein rundes Ding. Anscheinend ist mal Geld da, und wohl zuviel, denn jetzt mal ehrlich: Wozu braucht die Uni Karlsruhe eine Eislaufhalle? Ihr kennt das Konzept? Das ist wie eine Turnhalle, nur dass man sie nicht benutzen kann, weil sie zugefroren ist. Sowas baut die Uni jetzt da hin.

Also ich meine, ich schlittere ja ganz gern mal rum, aber das darf man da ja nicht. Das ist dann wieder wie in Turnhallen, wo man nur mit Turnschuhen (mit hellen Sohlen) und Turnbeutel reindarf, und in Eislaufhallen rein darf man nur mit Eisbeutel und Schlittschuhen. Schlittschuhe, allein das Wort, was bitte ist denn ein Schlitt? Auf jeden Fall habe ich das nicht, Schlittschuhe, und schon ist ausgeschlittert. Rollschuhe hatte ich mal, das kennt ihr nicht mehr, dass ist wie Inline Skates, nur dass die Rollen in zwei Dimensionen angeordnet waren, damit man nicht umkippt, und tatsächlich konnte man früher auch ohne Helm Rollschuh fahren, jawohl, ohne Helm. Aber was kann man bitte mit Schlittschuhen machen? Es drängt sich ja der Verdacht auf, dass Eislaufhallen nur gebaut werden, damit das Volk nicht so gefrustet ist, dass es mit seinen schönen Schlittschuhen nichts anfangen kann. Und was fängt das Volk in den Hallen an? Imkreisrumfahren und Sichaufsbrotlegen, danke. Oder Eishockey spielen.

Vielleicht wird die Eishalle nur gebaut, weil die Engineers, die Football-Mannschaft, (das sind die stämmigen grünen Männer vor dem Mensaeingang), im Moment so out sind, weil rausgekommen ist, dass die breiten Schultern gar nicht echt waren, sondern so Polster. Deshalb jetzt Eishockey, da hofft man, dass es vor lauter Kälte nicht auffällt, dass da die Schultern auch gefälscht werden, aber das ändert auch nichts dran, dass sie breit sind. Und das braucht man, breite Schultern zum Aufsehen, sagt die Uni, damit der Studi nicht frustriert ist, weil er Mechatronik studieren muss, denn wie das schon klingt, wie Fischer-Technik, und das an einer Uni, Mechatronik, aber Hauptsache eine Eislaufhalle.
Als gäbe es nichts Wichtigeres. Da braucht man nicht lang nachdenken, schon fällt einem was Sinnvolleres ein, zum Beispiel eine Skisprungschanze. Oder besser, ein Luftschutzbunker. Weil, mal ehrlich, wer von den Studis hat denn heutzutage noch einen? Kein Wunder, wenn nur noch 15% BAföG bekommen. Und jetzt, wo man einen Bunker braucht, weil Amerika einen neuen Präsidenten hat (obwohl ich ja schwören könnte, dass die den schonmal hatten, aber wenn alle sagen, der sei neu, dann glaube ich das auch), bauen die eine Eislaufhalle. Auf jeden Fall ist der  jetzt Präsident, und ich hab keinen Bunker, und wenn der Fischer dem Präsident einen Molli an den Kopf zimmert, wird der böse und dann ist Ende und ich weiß nicht wohin. Dann kann ich Rumschlittern gehen. Na super. Tolle Uni.






Wie zu operieren einem portablen Computer







(sd) Gebrauchsanweisungen haben es nicht leicht in dieser Welt. Als blinde Passagiere in den Verpackungen der mannigfaltigen Haushaltsgeräte, die die moderne Industrie hervorbringt, erobern sie jeden Tag aufs Neue unseren Planeten, enden aber häufig gleich nach ihrer Ankunft beim Verbraucher ungelesen in staubigen Schubladen oder direkt auf dem Müll. In den meisten Fällen schreckt der Käufer nicht einmal zu Unrecht vor der Lektüre dieser emotionslosen literarischen Werke zurück, sind diese doch oftmals ungenau, verwirrend oder schlichtweg unverständlich geschrieben.
Auch das uns vorliegende „Notebook Benutzerhandbuch“ macht hier keine Ausnahme, sondern vereint die oben genannten Eigenschaften in einer geradezu perfekten Symbiose. Es wird von einer namhaften deutschen Kaufhauskette beim Erwerb eines Laptops mitgeliefert und soll dem unerfahrenen Nutzer helfen, sich im weiten Fahrwasser der elektronischen Datenverarbeitung zurecht zu finden. Der Verfasser des Buches, der seine Identität aus verständlichen Gründen vor der Öffentlichkeit geheim halten will, dringt in seinem Werk Schritt für Schritt zu den großen und kleinen Geheimnissen der Hard- und Software vor.
Schon auf den ersten Seiten lernen wir Erstaunliches: Aller Anfang ist Strom, auch bei der Inbetriebnahme eines Computers. Prinzipiell bieten sich uns hier die gute alte Steckdose oder ein aufgeladener Akku (vom Autor liebevoll „Batteriepackes“ genannt) als mögliche Energiequellen an. Letztere Methode ist allerdings mit einigem Aufwand verbunden, da der verbrauchte Akku regelmäßig durch einen frischen ersetzt werden muß. Nur gut, daß das Handbuch sagt, wie das gemacht wird...



Das Ersetzen des Batteriepackes:
Wenn ihr Notebook schätzt, daß die Batterie nur noch genug Energie hat für einige Minuten, wird es Ihnen zu einem niedrigen Batterie Zustand warnen. Die Batterie Ikone auf der geführten LED Status Tafel wird blinzeln, und einer Batterie niedrig Verwarnung wird hupen. Wenn Sie viel Energie
konsumieren durch das Benutzen des Audio Systems, die PCMCIA Schlitze, die harte und Floppydisk Getriebe, und CD-ROM Getriebe (oder DVD Romgetriebe), könnte Ihrem Notebook Energie viel schneller ausgehen als Sie erwarten. Sie sollten immer beim Batterie niedrig Anzeichen das Notebook zur Wechselstrom Energie anschließen, oder das Ihres Notizbuches ausschalten, oder Ihres Notebooks zu Diskette suspendieren.
[...]
Seien Sie sicher, Ihre Fakten zu bewahren, bevor Sie dem Batteriepackes Ersetzen, oder dem Wechselstrom Anpassungsvorrichtung anschließen. Mißerfolg kann in Daten Verlust resultieren.

Nach dieser wahrhaft furiosen Ouvertüre müssen wir erst einmal einen Moment innehalten, um uns an die Vorstellung eines Notebooks mit mehreren Getrieben und mindestens einer Ikone zu gewöhnen. Danach nehmen wir unseren ganzen Mut zusammen und lesen weiter, dieses Mal in dem Abschnitt über Strom aus der Steckdose:

Das Anschließen der AC Stromvorsorge:
[...]
Um die Strom-Anpassungsvorrichtung an zu schließen:
1. Stecken Sie das Wechselstrom-Netzkabel in die Stromaugenhöhle der AC-Strom Anpassungsvorrichtung.
2. Stecken Sie das andere Ende des AC-Netzkabels in einem lebenden AC-Steckdose.

Wie heißt es doch so schön: Keine Sorge - Stromvorsorge. Und wenn wir mit etwas Glück eine „lebende Stromaugenhöhle“ gefunden haben, zu der wir unser Kabel verbinden, dann können wir den Rechner problemlos einschalten. Doch da taucht schon die nächste Hürde auf: Der Bildschirm muß dem Sehvermögen des Benutzers und den vorherrschenden Lichtverhältnissen angepasst werden...

Das Einstellen der Bildschirmkontrollen:
[...] Sie müssen nach dem einschalten Ihres
Notebooks diese heiße-Schlüssel drücken, um Ihrem ansehenden Vergnügen an zu passen. Drücken Sie das < Fn > Schlüssel, mit Ihren linken Finger, und während Sie den Schlüssel noch halten, drücken Sie die Pfeiltaste Ihre rechten Finger.
[...]
Die Kontrast-heiße-Schlüssel Kontrolle stellt die Menge von Kontrast zwischen den dunklen und hellen Lauten vom DSTN LCD Hintergrundfarbe ein.
[...]
Das heller das Zimmer, das mehr müssen Sie die Helligkeit vom LCD vergrößern.

Das wäre geschafft. Dank der „Kontrast-heiße-Schlüssel Kontrolle“ haben wir jetzt ein gestochen scharfes Bild auf dem Monitor. Sammeln wir also unsere Sinne, den linken  sowie den rechten Finger (und was wir sonst noch brauchen), um uns in das nächste Kapitel, d. h. die anatomischen Details des Notebooks zu vertiefen.
Auffälligstes äußeres Merkmal unseres kleinen Rackers ist (vom Bildschirm einmal abgesehen) die Tastatur, die aus - wir ahnen es bereits - einzelnen „Schlüsseln“ besteht, mit denen man die absonderlichsten Dinge bewirken kann:

Funktion Schlüssel:
Die Funktion Schlüssel sind Anwendung-gesteuert, wie zum Beispiel F1 durch F12 auf der Tastatur gefunden werden können.
[...]

Schreibmaschine-Tasten:
Schreibmaschine Tasten werden benutzt um Text und Charaktere einzugeben. Schlüssel mit blauem Druck benehmen sich anders, wenn sie mit Kontrolle-Schlüssel kombiniert werden.
[...]

Kontrolle-Schlüssel:
[...] Um Kontrolle-Schlüssel zu benutzen, diese Kontrolle-Schlüssel eingedrückt halten, weil der andere Schlüssel eingedrückt wird. [...]

Enter-Schlüssel:
[...] Innerhalb vieler Text Anwendungs Programme funktioniert die Enter Schlüssel wie eine harte Rückkehr, ähnlich wie herkömmliche Schreibmaschine.

Esc Schlüssel:
Drücken Sie diesen Schlüssel, um abzusagen oder von einem Befehl oder einer Funktion zu entkommen.

Num Lock-Schlüssel:
Aktiviert die eingebetteten 15-Schlüssel Schlüssel Tastatur, die Schlüssel sind blau verschlüsselt.

Die Sache mit den „Schlüsseln“ und der Tastatur scheint für den Laien doch etwas verwirrend zu sein. Erleichtert stellen wir fest, daß uns unser Notebook noch eine andere Benutzerschnittstelle bietet. Als Maus-Ersatz besitzt es einen sog. „glide pad“,also eine scheckkartengroße Fläche, auf welcher man mit der Fingerspitze herumfährt und so den Cursor bewegt. In der dazugehörigen Beschreibung begegnet uns ein alter Bekannter: Der multiple Dativ...

Das Benutzen dem Glide Pad Zeiggerät:
Ihr Computer kommt mit einem eingebauten Glide Pad Zeiggerät, das ins Mitte der Handfläche Oberfläche gefunden wird. [...]
Vor dem Benutzen dem Glide Pad Zeiggerät brauchen Sie zuerst dem Gerät-Treiber beladen oder installieren, um das Gerät zu aktivieren. [...]
Vermeiden Sie, irgeneine Flüssigkeit auf der Gleitflug-Block-Oberfläche zu verschütten und behalten Sie die Gleitflug-Block-Oberfläche immer frei von Schweiß. Legen Sie den Block auch nicht in die nähe von irgendeinem magnetischen Quelle-Gegenstand.

Auf den folgenden Seiten dieses denkwürdigen Kapitels lernen wir den Umgang mit den übrigen Hardwarebestandteilen des Rechners. In spröder Sachlichkeit wird uns die Handhabung von „schlaffen Disketten“ und „harten Antrieben“ erklärt, wobei wir gleichzeitig allerlei Wissenswertes über das „Radieren“ und „Bewahren von Fakten“ erfahren.
Am Abschluß dieses Abschnitts finden sich noch ein paar Informationen zum „CD-ROM Antrieb“, unter anderem eine Anleitung zum Entnehmen einer CD aus dem Laufwerk:

Um die Scheibe zu entfernen, drücken Sie auf der Zentrum-Spindel und ziehen Sie die Scheibe auf der Seite hoch, bis sie aus dem Spindel-Schloß schnipst.
Wenn die Ausstoßfunktion entkräftet von Software ist, oder ein Stromausfall vorkommt, können Sie immer noch eine CD mit der Hand vom Leser entfernen, durch den Notfall Ausstoßloch zu benutzen.

Nachdem wir die Grundlagen nun hoffentlich so verinnerlicht haben, daß uns das „Notfall Ausstoßloch“ erspart bleibt, können wir uns einen kleinen kulinarischen Ausflug gönnen. In nächsten Abschnitt - („Das Individuell Anpassen Ihres Notebooks“) treffen wir auf „den BIOS Setup Programm“. Dieser ist "in sechs Speisekarten organisiert", welche man durch die verschiedenen „Pfeilschlüssel einzudrücken auswählen können“.
Doch damit nicht genug: Ein Benutzerhandbuch wäre kein Benutzerhandbuch, wenn es nicht auch auf Fragen und Probleme eingehen würde, die der Betrieb eines elektronischen Gerätes ganz allgemein mit sich bringt:

Radio und Fernsehen-Einmischung:
Warnend: benutzen Sie das vorgeschriebene geschützte Netzkabel und schützte, Signal kabelt mit diesem Computer, deshalb nicht mit Radio und Fernsehen-Empfang einzumischen. [...]
Diese Ausrüstung ist geprüft worden und ist gefunden worden, um mit den Begrenzungen für einen Klasse B Digitales Gerät nachzukommen, gemäß, 15 vom FCC Rules zu teilen. [...] Diese Ausrüstung erzeugt, benutzt und kann Radio-Häufigkeit-Energie ausstrahlen und, wenn nicht installiert hat und in Übereinstimmung mit den Anweisungen benutzte, verursacht vielleicht schädliche Einmischung, Kommunikationen zu funken. [...] Wenn diese Ausrüstung keine schädliche Einmischung verursacht, zu funken, oder Fernsehen-Empfang, der durch das Ausmachen der Ausrüstung bestimmt werden kann, und auf, der Benutzer sollte ermutigen, zu versuchen, die Einmischung durch einen zu korrigieren oder mehr der folgenden Maßnahmen: [...]

Vorsicht:
Änderungen oder Modifikationen, die nicht ausdrücklichvom Hersteller genehmigt werden, heben vielleicht die Autorität des Benutzers auf, der von der Bundes Kommunikation Kommission genehmigt ist, um diesen Computer zu operieren.


Mit diesen letzten Worten und ohne weiteren Kommentar nehmen wir Abschied von Epos und Verfasser.



Unser Buchtipp:

Notebook Benutzerhandbuch
erschienen 1999
gedruckt in Taiwan
Autor unbekannt





Marcel Huber quirlt


200 g

1 1/4 l

1 Tl

1

3 cm

5

250 g

1 TL

1TL


rote Linsen, da getrocknet sehr lange haltbar

Hühnerbrühe, Instantbrühe - sowieso extrem haltbar

Gelbwurz (Curcuma), getrocknetes Gewürz

mittlere Kartoffel, je nach Ort eine Weile zu lagern

Ingwerwurzel, lange Zeit zum Aufbewahren geeignet

Knoblauchzehen, ebenfalls

Hühnerbrust, leider nur frisch zu verwenden (Lebensmittelvergiftung!)

gemahlener Kreuzkümmel

gemahlener Koriandersamen

Cayennepfeffer

Zitronensaft, im Notfall aus der Flasche verwenden

Salz, Pfeffer




(mh) Der Student kocht bekanntlich nur selten frisch, da er meist erst nach Ladenschluss aufsteht. Um diesem Mißstand zu begegnen, kochen wir mit lange haltbaren Zutaten. Allein überzeugte Nichtvegetarier müssen ihr Fleisch beim Metzger frisch erwerben. Für Vegetarier ist dieses Rezept auch ohne Fleisch zubereitbar. Auch auf die notorische Geldknappheit von uns Studenten will ich Rücksicht nehmen, so liegt der Preis für diese Leckerei bei ca. 4,52 DM pro Nase.
Aber nun erstmal in der Küche spülen, damit wieder Platz vorhanden ist. Danach die Linsen waschen und abtropfen lassen. Mit der Hühnerbrühe, sowie dem Gelbwurz in einem vorhandenen Topf zum Kochen bringen und 30 Minuten sachte köcheln lassen.Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt die erste Flasche Wein zu köpfen. Ich empfehle einen trockenen, süffigen Weißwein aus dem Hause Aldi. Anschließend die Kartoffel in kleine Würfel (1cm - 1,5cm) schneiden und der Suppe beifügen, wiederum 30 Minuten kochen lassen. Währenddessen Ingwerwurzel und Knoblauchzehen schälen und sehr, sehr klein hacken. Als stolzer Besitzer eines Mörsers kann man diesen nun verwenden, um Ingwer und Knoblauch mit etwas Wasser zu einer Paste zu zermahlen. Falls man diese Grundausstattung eines Haushaltes nicht besitzt, muß man genannte Zutaten irgendwie anders zermatschen. Für die Diätfanatiker die Hühnerbrust entfetten und in kleine Würfel schneiden, danach mit Salz und Pfeffer bestreuen. Kreuzkümmel, Koriandersamen und Cayennepfeffer mit der Paste in etwas Öl in einer Pfanne anbraten bis die Masse wie die Backsteinfassade der neuen Mensa aussieht. Das Fleisch hinzufügen und ebenfalls kurz anbraten, mit 1/4 l Wasser auffüllen und garen lassen. Zuletzt die Suppe pürieren, zerstampfen oder so lange kochen, bis sie von allein zerfällt (ca. 1 1/2 Stunden). Die Fleisch - Gewürzmischung dazugeben und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer schön scharf abschmecken. Nach eurer ersten erfolgreichen Kochstunde dürft ihr nun den Eintopf genießen.

Guten Appetit !




Studiengebühren-Ticker

(ktok) An dieser Stelle soll in Zukunft ein kleiner Ticker zum Thema Studiengebühren stehen. Hier in der ersten Ausgabe möchte ich nun versuchen, den Status quo darzustellen. Es handelt sich hierbei um eine stichwortartige Aufzählung der Fakten, wie sie ausführlicher im ABS-Newsletter, 4. Ausgabe (Artikel "Der aktuelle Stand der Dinge in den Bundesländern") nachzulesen sind...


Baden-Württemberg

Langzeitstudiengebühren von 1000,- DM, (vorübergehend ausgesetzte) Einschreibegebühren von 100,- DM, Zwangsextmatrikulation ab dem 20. Semester möglich

Bayern

Zweitstudium kostet 1000,- DM pro Semester

Berlin

Einschreibe-/Rückmeldegebühren von 100,- DM pro Semester seit 1995, Langzeitstudiengebühren von 1000,- DM geplant

Brandenburg

Einschreibegebühren von 100,- DM geplant

Bremen

Zwangsberatung für Langzeitstudierende

Hamburg

Gezielte Auslagerung und Privatisierung von Studienangeboten (Dadurch z.B. Sprachkurse kostenpflichtig !)

Hessen

Wissenschaftsministerin für Einführung von "Bildungsgutscheinen"

Mecklenburg-Vorpommern

(noch) keine Studiengebühren

Niedersachsen

"Verwaltungskostenbeiträge" von 100,- DM

Nordrhein-Westfalen

(noch) keine Studiengebühren

Rheinland-Pfalz

"Studienkontenmodell" vorgeschlagen

Saarland

(noch) keine Studiengebühren

Sachsen

Zweitstudium kostet 600,- DM pro Semester. Teilweise Auslagerung von Studienangeboten in Vereine (Dadurch z.B. Sprachkurse kostenpflichtig !)

Sachsen-Anhalt

(noch) keine Studiengebühren

Schleswig-Holstein

KEINE Studiengebühren

Thüringen

Gebühren für Zweitstudium und Gasthörer



(es wird kein Anspruch auf die Vollständigkeit der obigen Angaben erhoben !)



Weitere Infos zum Thema Studiengebühren gibt es unter www.studis.de/abs