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Forum-Bühne

  • 16:30 Mister Sushi
  • 17:45 Florian Bronk Trio
  • 19:00 Mama Boom!
  • 21:00 Virginia Jetzt!
  • Karlsruher-Bühne

  • 16:00 Rosskopf
  • 17:15 Skip Track
  • 18:30 The Scatterbrains
  • 20:15 Diego
  • Festsaal-Bühne

  • 23:00 Gordon Gunpowder
  • 00:30 Auletta
  • 02:15 She’s all that

  • Mister Sushi (Deutschrock)

    Seit 2006 gibt es MISTER SUSHI, das Quintett bezeichnet sich selbst als „zu alt für schlechten Geschmack, zu jung für musikalische Langeweile“ und ihre Musik geht auch gern mal den nicht ganz so offensichtlichen Umweg. Da explodiert die Strophe der ersten, im August erscheinenden Single „Elektrisch“, während der Refrain mit minimaler Instrumentalisierung das Kurzzeitgedächtnis infiltriert. Es wäre verflixt verführerisch jetzt die Deutschrock-Schublade zu öffnen und die Musik von Mister Sushi zwischen altbekannten Bands zu verorten. Doch Mister Sushi können und wollen mehr, sehen sich selbst irgendwo zwischen The Police, U2 und Clueso (Für letztere durften sie auch schon mal als Vorband spielen, genauso wie für so unterschiedliche Acts wie Curse, Scooter oder Sammy Deluxe). Euch erwartet mit der Leipziger Band eine druckvolle Mischung aus Rock und Gitarrenpop, gestreckt mit Keyboardklängen und manchmal ganz schön harten Gitarrenriffs.


    Florian Bronk Trio (Afrobeat)

    Er überzeugte nicht nur beim new.bands.festival 2008 als Solokünstler, auch die Söhne Mannheims persönlich fanden ihn extrem musikalisch und würdig, sie im Video zur neuen Single zu vertreten. Auch mit seiner ersten Band Moccacino spielte er sich schon durch die Clubs der Region bis auf die FEST-Hauptbühne. Florian bedeutet „der Blühende“, so klingt auch die Musik des jungen und charismatischen Musikers. Eine farbenfrohe Mischung aus Hip Hop, Reggae, Singer/Songwriter und World Einflüssen verschmilzt zu einem eigenständigen natürlichen Sound und gepaart mit poetischen Texten gelingt dem 22-jährigen Ausnahmetalent ein Stück Kunst, das bislang jedes Publikum überzeugte. Jung, frisch, überdurchschnittlich, hingehen, angucken!


    Mama Boom! (Hip Hop)

    Yeah! MAMA BOOM! sind da. Dancehall meets Rock‘n‘Roll, norddeutschen Witz, pumpende Grooves und kantige Gitarren-Riffs: Mit BESTENS liefert MAMA BOOM! eine ebenso vielseitige wie lässig flowende Werkschau ihres Schaffens ab. Die Band um Gitarrist Don DiNero und Sänger Pascal, die auch schon vor Ferris MC, Gentleman, Clueso und den Ohrbooten spielte, macht vor Genregrenzen ebenso wenig halt, wie Verfolgungsjagden vor roten Ampeln. Und dabei verfolgt MAMA BOOM! immer das gleiche Ziel: Den ureigenen Style in ein lässiges Gewand rockigtreibender Beats zu kleiden und ihn anschließend derwischgleich auf die Crowd los zulassen. Ragga trifft Rock trifft Elektronika trifft Rap ... Um es mit den Worten der Hamburger Morgenpost zu sagen: „Die Jungs sind begnadete Entertainer“. Das ist MAMA BOOM! And THAT‘s Entertainment ...


    Virginia Jetzt! (Indie)

    Tot gesagt und nicht gestorben – VIRGINIA JETZT! sind wieder da. Die Pop-Musiker aus Südbrandenburg, für die der Genrebegriff Indieschlager erfunden werden musste, spielen nach einem Jahr Pause endlich wieder Konzerte. Inzwischen könnte die Band allein von Hochzeitsauftritten leben, so viele Anfragen kommen von Pärchen, die sich seit 1999 auf ihren Konzerten kennen gelernt haben. Angefangen in den kleinsten Clubs der Welt, bis hin zu den großen Festivals und Hallen haben VIRGINIA JETZT! alles gesehen und gespielt und hinterließen nicht selten ein überraschtes Publikum. Denn zwischen Blitz und Donner ist noch jede Menge Platz für Rock‘n‘Roll. Schaut man sich auf ihrer Website um, hat es allen Anschein, dass die Jungs einige schneidige Monate hinter sich haben. Spielen für lau Inselratten-Klassiker unter französischen Brücken am Wegesrand, hacken mit angst-einflößender Arbeitswut Holz in südfranzösischen Wäldern, bedecken ihr schütteres Haar mit extravaganten Hüten, reisen zu den entlegensten Orten der musikalischen Inspiration wegen und bekommen nebenbei gar Schlagzeuger-Zuwachs. All das gleicht dem ultra-romantischen Bild des Musikerdaseins, aber genau genommen haben VIRGINIA JETZT! immer nur an ihrem neuen Album gearbeitet, welches - nun endlich fertig – im Spätsommer erscheinen wird.


    Rosskopf (Indiepoprock)

    „Wir sind Indie; wir machen keinen Mainstream-Rock; wir sind auf Myspace; wir veröffentlichen unter Creative Commons; wir sind ROSSKOPF – und fördern, wo wir können, die Musikkultur in Karlsruhe.“ Getreu diesem Motto machen Rosskopf aus Karlsruhe seit 2006 Musik und das klingt dann wie “etwas Britpop, gepaart mit exzentrischem Rock und ein wenig verzerrten Gitarrenklängen” bzw. “einfach irgendwie anders“ (campusLife). Der Verzicht auf überkomplexe Soundeskapaden oder egozentrische Soli ist bewusst gewählt. Kein akustisches Make-Up wird aufgetragen, kein musikalischer Wonderbra unterstützt den Sound: Die Songs bleiben nackt und stellen sich offen dem Urteil des Publikums. Irgendwo zwischen Bob Dylan, The Police, Paul Weller und Muse bewegen sich die drei Jungs - ohne jedoch in die Fallen der Blaupausen zu treten. Und den lang gehegten Wunsch vom Open Air-Festival erfüllen sich Rosskopf ja nun bald beim Karlsruher Unifest.


    Skip Track (Alternative Rock)

    SKIP TRACK? Hat da jemand ein massives Selbstwertproblem oder was läuft da schief? Tatsache ist, dass ein solches hier nicht angebracht ist; das sagt zumindest (u.a.) das Popnetz Karlsruhe, dass die fünf Jungs ins Band-pusher-Programm 2008 aufnahm. Der Grund dafür dürfte wohl in der eingängigen Mischung aus Stromgitarren, harmonischem Gesang und der Akustikgitarre liegen, die seit Ende 2006 aus Lautsprechern der Region erschallt (wobei hier auch die Rhythmusgruppe nicht vergessen werden darf). Wie sowas klingt? Am besten anhören (auf den bislang zwei Platten der jungen Rockhelden, EP#1 von 2007 und Delivered von 2008), oder noch besser: Anschauen. Am 27. Juni beim UStA-Unifest auf der Karlsruher Bühne.


    The Scatterbrains (Folk Reggae Punk)

    Schon mal The Pogues mit AntiFlag gemischt und einen Reggae-Offbeat druntergelegt? THE SCATTERBRAINS – das bedeutet Punk mit exotischen Instrumenten (derzeit etwa Mandoline, Geige, Akkordeon, Tin Whistle), rauchigen Stimmen, jamaikanischen Einflüssen und folgerichtig einem Rastafari hinter den Drums. Auch im zehnten Jahr nach seiner Gründung tourt das immer wieder mal wechselnde Kollektiv aus Pforzheim durch die Lande und pflegt mit Liedern über Nonkonformität, Whiskey, Liebe und Revolution den gut tanzbaren Kontrast und schafft es dabei, unterschiedlichste Stilformen von Rock‘n‘Roll bis Klezmer, von Hardcore bis zu Ska zu berücksichtigen. Das kann dann langsam und melodisch sein, betrunken bis düster-traurig, manchmal auch gut gelaunt und optimistisch – und ab und zu brennt bei den fünf Exilanten aus der Goldstadt einfach mal gepflegt die Lunte durch und sie verwandeln das Publikum mit drei wütenden Punksongs hintereinander in eine tobende, schwitzende Masse. Abwechslung garantiert! Auch nüchtern zu empfehlen!


    Diego (Indiepop)

    Melancholischer Gitarrenwave, Indiepop, Whatever mit dunkler Samtstimme und viel Hall in der Gitarre – das ist TWO, der erste Longplayer von DIEGO. Mit blitzsauberen Melodien, melancholischen Gitarrenwänden und düsteren Bassgebilden beweisen die fünf Jungs aus Karlsruhe ein Händchen für den hymnischen Popsong und konnten auch schon auf dem Karlsruher FEST überzeugen. Dabei kommen sie weder aus New York, London oder Stockholm, noch erfinden sie New Wave, Punk oder Indie-Rock neu. Aber ihre finsteren Songschönheiten und ihr nach vorne preschender Sound sind sowas von entspannt, elegant und süchtigmachend, dass ihre Herkunft ganz egal ist.


    Gordon Gunpowder (Funk Rock)

    Gitarren, Bass, Schlagzeug und eine gute Stimme – das macht eine Rockband aus. Stehen zwischen den klassischen Instrumenten noch Piano, Orgel, Laptop und ein Midi-Controller auf der Bühne, dann ist das GORDON GUNPOWDER. Als Laptop Post Rock könnte der Musikstil bezeichnet werden, mit dem die fünf Musiker im Alter zwischen 23 und 25 Jahren die Tanzflächen zum Grooven bringen. In den vergangenen zwei Jahren wurde das ultrahocherhitzte dampfkraftbetriebene Dancefloor-Dynamite meist zwischen Sofas und Fernsehgeräten entzündet. So manches fränkische Wohnzimmer wird sich noch lang an ein legendäres Konzert erinnern: Verstärker übereinander gestapelt, die Band dazwischen gequetscht und tanzende Menschen auf jedem freien Fleck. Das war intim und authentisch. Und dieses intensive Gefühl, das einen vereinnahmt und fort trägt, soll auch erhalten bleiben, wenn die Band vor größerem Publikum steht.


    Auletta (Indie)

    Lange bevor Bands wie Enter Shikari oder die Arctic Monkeys via MySpace zu Königen der YouTube-Generation wurden, tobte in Mainz bereits der Mob. Damals, Anfang der Nullerjahre, verlegten die Neu-Twens von AULETTA ihre meist am Rheinufer anberaumten und von Akustikgitarren sowie dem ein oder anderen Äppler begleiteten Sit-ins in den bandeigenen, locker 50 Leute fassenden Proberaum, in dem der Abend in die Nacht und den nächsten Morgen überging – begleitet vom Soundtrack aus Live-Musik und Indie-Disko. Das war besser als jeder Abend im Club oder in der Kneipe, denn hier feierte eine Szene, ohne szenig zu sein. Nun sind Auletta nach sechs Monaten Pause mit bis zum Anschlag gefüllten Akkus und frisch inhalierter Inspiration zurück – und warten nur darauf, die bundesrepublikanischen Bühnen mit in die Beine gehender Musik britischer Prägung à la Libertines oder Franz Ferdinand zu verwöhnen. Einen Endruck von dem, was Sänger Alex bei seinem London-Aufenthalt alles so mitgenommen hat, könnt ihr euch beim Unifest an der Festsaalbühne verschaffen.


    She’s all that (Drum‘n‘Bass)

    Wenn drei lichtscheue Breakbeat-Maniacs die Bühne betreten und dir dann musikalisch die Kante geben und wenn der dabei entstehende Soundclash eine wilde Mixtur aus Elektro, Ragga, Punk und Breakbeat ist, dann ist das SHE‘S ALL THAT. Dabei verbergen sie ihre wahre Identität hinter skurrilen Masken. Eine elektronische Provokation irgendwo zwischen der 80s-Phantom-Band Sigue Sigue Sputnik und dem Dance Core des 21. Jahrhunderts. Schnarrige Maschinentöne, Sequenzer-Gequetsche, ferne Atmosphäre, verzerrte Weltraumstimmen ... Für das britische Dancefloor-Duo Rockers HiFi produzierte das Trio einen Remix ihres Hits „Push, Push.” Auch sonst sind die Jungs dem Vereinigten Königreich sehr verbunden: Ihr Song „Jabtac” läuft seit 2006 auf der Rotation des BBC-Senders Radio1. 2006 und 2007 war das Trio gefeierter Headliner des deutschen Sommer-Festivals „Sputnik Turntable Days” (Radio Sputnik/MDR) und 2005/2006 Special Guest beim „Sonne, Mond & Sterne”-Festival. Übrigens sagt man, dass sie in den angesagten Clubs der Republik bereits Löcher in den Boden gerockt haben ...



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    © 2008 UStA Uni Karlsruhe, Zuletzt geändert: 9.Dezember 2009, Erstellt von sanna